ein ungewöhnlicher Fahrgast

Von der U6 gibt es immer wieder Schauergeschichten zu lesen.
Nein, die Ubahn ist nicht schlimm, nur so manche Fahrgäste. Da sind Blumen einfach auch eine Aufwertung.

SchmetterlingUbahn

Letzten Dienstag bin ich von Oberösterreich nach Wien gereist. Mit Hortensien meiner Tante im Gepäck. Eher gesagt waren die Blumen Handgepäck, ich bin froh, dass es auf dem Bahnhof und in den Zügen nicht so streng zugeht, wie am Flughafen und im Flugzeug. Ich hoffe, dass durch die letzten Meldungen niemand auf die Idee kommt, dies alles einzuführen.
Am Westbahnhof wechselte ich dann das Verkehrsmittel und stieg in die U6. Ich finde der einfachste Weg zur U6 ist am Westbahnhof nicht mit dem Tunnelsystem erreichbar, sondern durch einen kurzen „Frischluft“aufenthalt und Querung des Gürtels. Auf dem Weg nach unten zur Ubahn, gesellte sich ein Schmetterling dazu. Und er blieb auch einige Stationen auf meinem Blumenstrauß sitzen, bis er sich durchs Fenster verabschiedete.

5 Jahre später

“Deine Arbeit wird einen großen Teil deines Lebens einnehmen und die einzige Möglichkeit, wirklich zufrieden zu sein ist, dass du glaubst, dass du großartige Arbeit leistest. Und der einzige Weg großartige Arbeit leisten zu können, ist zu lieben, was du tust. Wenn du das noch nicht gefunden hast, dann halte die Augen offen. Mit deinem ganzen Herzen wirst du wissen, wenn du es endlich gefunden hast. Wie jede Beziehung wird sie mit den Jahren immer besser werden. Also halte danach Ausschau, bist du es findest. Gib dich nicht mit weniger zufrieden.”

Steve Jobs

Sonnenblumefinster

es ist wirklich wahr.
Mein Vater hat seine Arbeit geliebt und ich habe den Eindruck, er ist trotz allem in Frieden gestorben.
Sein Tod hat mich gelehrt, dass ich mich vor dem Sterben nicht fürchten brauche. Er hat es auch zum Schluß gesagt, dass er keine Angst hat. und was ich damals etwas schockierend fand, dass er gesagt hat, das Alte muss sterben um dem Neuen Platz zu machen. Einige Monate später starb Steve Jobs, der in seiner berühmten Stanfordrede – dasselbe sagte.

Manchmal frage ich mich, was er zu den Ereignissen der 5 Jahren, die seit seinem Tod vergangen sind, gesagt hätte. Ich habe mich daran gewöhnt, dass er nicht mehr da ist. Nur es gibt genug Themen und Gelegenheiten – über die ich mich mit ihm gern unterhalten hätte. Allein schon 2011 hätte viel beinhaltet. Und 2016 – ich frage mich, was er zu allem gesagt hätte. Die Gespräche darüber, die ich nie mit ihm führen kann fehlen mir. Es wäre einfach nur interessant gewesen.

Es fangt genauso an

die blauen haben bei 4 Landtagswahlen ziemlich gewonnen und in 2 Landesregierungen sind sie wieder beteiligt
die Rassisten sind im Aufwind, die blauen rülpsen – wieder ein Einzelfall, obwohl vorher schon genug Aussagen gab. Die FPÖ hat die Winter zwar ausgeschlossen, aber die Dame bleibt im Parlament. Die kleine Große Koalition beugt sich und verschärft die Asylgesetze. Zäune sollen wieder aufgebaut werden. Es gibt viele die jawohl schreien und denen es egal ist, dass jetzt Menschen in Zelten übernachten. Sie hätten ja nicht fliehen sollen, nein wir sind deswegen auch nicht geflohen. Jetzt soll die Zeit sein, wo laut den Medien es heimelig und behaglich ist. Nur mir behagt die Stimmung im Land und die Reaktion der Politik nicht. Die Leute die das Wort Heimat groß vor sich hertragen, sind genau die, weswegen ich mich immer weniger heimelig fühle.