Veröffentlicht in Österreich, Buch, Landwirtschaft, Literatur, Rezension, SUB-Abbau

Schreckliche Stunden

Ich habe „Schöne Tage“ gelesen. Diese Leseerfahrung war ganz und gar nicht schön. Es hat mich so richtig bedrückt gemacht. Es zu Ende lesen, war ein Gewaltakt. Mich hat es verstört und Schlaflosigkeit verursacht. Vor allem, da es die eigenen Erfahrungen des Autors Franz Innerhofer beruht. Und das es auch grad 70 Jahre her ist.

schöneTage

Der kleine Holl, wird von seiner Mutter zum Vater, einen Bergbauern im Pinzgau geschickt. Dort wird dieser nicht wie ein Sohn behandelt, sondern wie ein Knecht oder Sklave. Die physische und psychische Unterdrückung. Ich habe oft beim Lesen pausiert. Natürlich frage ich mich, wie so etwas als normal durchgeht. Dass nicht alles so verkitscht ist, wie in den Heimatromane und Berg-undTalhefterl ist mir klar. Es ist hart, aber wie hart entschwindet meiner Vorstellungskraft. Besonders deutlich heraus kommt die Doppelmoral – beten und Schläge, die Ohnmacht und Behandlung der Frauen sowohl der Bediensteten. Ich hab die Wehrlosigkeit gespürt und das hat mich beim Lesen so richtig aggressiv gemacht.
Hier ein Einblick in der Psyche des Bauern:

„Nach dem Frühstück schaffte der Bauer die Arbeit an. Seine Phantasie, eine erbliche Belastung, war wieder hergestellt. Eine Kinderhand konnte nicht klein genug und ein Weiberbauch nicht groß genug sein, er wusste für jeden mehr als genug Arbeit…“

Es ist kaum packbar, also bitte nur lesen, wenn man über starke Nerven verfügt. Ich hab das Buch von meiner Mama, aber sie hat es wegen den geschilderten Umständen nie fertig gelesen. 1981 wurde das Buch mit Laien verfilmt.

Katalogdaten:
Titel: Schöne Tage
Autor: Franz Innerhofer
Jahr: 1974
215 Seiten
Verlag: DTV
ISBN: 3-423-11739-7

Veröffentlicht in Österreich, Bildarchiv, Mühlviertel, natur

Wege im Mühlviertel

Was ich an Filme und Serien so liebe sind oft die ganzen Landschaftsaufnahmen. und dazu gehören Straßen. Manchmal finde ich es schade, dass nicht der Königsweg aka Dark Hedges in Ballymoney sind oder die Straße nach Avonlea.
hier die Dark Hedges

und hier der Weg nach Avonlea- von Anne „the way of the white delight“ genannt.

doch wozu in die Ferne schweifen, wenn das gute so nah liegt. Auch im Mühlviertel gibt es magische Plätze. Diesmal war das magische Motto: „Auf der Straße“. Für mich gelten Feldwege ebenfalls als Straßen – vornehmlich für Traktoren. und so hab ich einige vor 2 Wochen fotografiert.


leider keine ganze Allee – aber Bäume am Wegrand finde ich immer bezaubernd. Vor allem wenn sie in voller Blüte stehen.


manche sind schnurgerade und dann


muss man sich entscheiden, welchen man beschreiten will.


was ist nur um die Kurve?

wieder ein neuer Blick. und es gibt nicht nur diesen Weg, sondern andere – wenn man genauer blickt am Horizont. von Gehöfte zu Weiler und auch zu größeren Ortschaften. Manche sind Traktorwege, andere wieder befestigte Asphaltstraßen.


und manchmal geht man wieder einfach ein Stück zurück.

magische Motto

Veröffentlicht in Österreich, Ernährung, Häferlgucker, Kochbuch

Es grünt so grün, wenn in den Wäldern der Bärlauch wächst

ich mag Bärlauch. Auch wenn ich den Eindruck habe, während des Frühlings wird er manchmal zu exzessiv überall eingesetzt und ich den Eindruck habe, viele Blogger machen um ihn einen Bogen. Dabei ist er so lecker. So wie generell all dieses ganze Alliumgewächse wie Porree, Knoblauch und Zwiebel. „Es grünt so grün, wenn in den Wäldern der Bärlauch wächst“ weiterlesen

Veröffentlicht in Österreich, Uncategorized

Erni rules

ein großes Danke an Magdalena Miedl, fürs veröffentlichen dieses Interviews. Ich bin ein Fan von Frau Mangold und ich liebe ihre erfrischende Art. und dieses Interview macht Lust mir das Buch nicht nur zu lesen, sondern auch zu kaufen.

Mir ist normalerweise egal, wie prominent meine Gesprächspartnerin ist. Aber die Frau Professor Mangold, x-fach ausgezeichnete Schauspieldoyenne, vor knapp zwei Monaten 90 geworden, ist legendär für ihre Unverblümtheit, und ich war richtig aufgeregt. Dabei mag ich unverblümte alte Damen, und erst recht fluchende Frauen. Frau Mangold ist auch heute etwas grantig, weil der Kollege vor mir […]

via Erni Mangold, 13. März 2017 — Ohne Papier

Veröffentlicht in Österreich

deftig

Der politische Aschermittwoch ist für mich der Kater nach dem Fasching. Einfach nur unangenehm.
Deftig austeilen um die eigenen Hardcoreanhänger an der Stange zu halten.
Keine gemäßigten Worte, an einem Tag, der eigentlich Mäßigung fordert. Das ganze garniert mit dem deftig traditionellen Heringsschmaus. Zumindest für mich eine wirkliche Fastenspeise, weil ich sowas nicht esse.
„deftig“ weiterlesen

Veröffentlicht in Österreich, Bildarchiv, natur, Poesie des Lebens

eisblaue Kältemalerei

die Natur ist eine Meisterin von Erschaffung Kunstwerke. Nicht alle sind für die Ewigkeit – wie Eisblumen. Allerdings sind die Eisblumen, die ich gesehen habe eher Eisrucola oder Eisdisteln.

Eisblumen

Eisblumen

EisblumenEisdisteln

Eisrucola

Hier war Mutter Natur eine Meisterin der Abstraktion und Reduktion. Die Reduktion auf die Farben, weiß, blau und grau. und dem Material Wasser und Glas. Hier brauchte ich nicht viel tun, als abzudrücken. Ich fotografiere gern im Winter, weil alles so schön klar ist durch die Kälte. Auch wenns mir jetzt mitunter lieber wäre, dass es wärmer ist – aber die Kälte tut auch gut. Ich habe sie schon auch gern. und nicht vergessen: Die Kälte nützt der Landwirtschaft. Schädlinge werden abgetötet – ganz natürlich und der Boden durch Frost durchbrochen und gelockert.
Ich steh dazu, ich will die Jahreszeiten in ihrem vollsten Element haben. den sanften Frühling, den heißen Sommer, den stürmischen Herbst und eben einen eiskalten Winter.

Obwohl ich diese Bilder der Natur zu verdanken habe, schwindle ich sie zu Paleicas Magische Mottos.

Veröffentlicht in Österreich, Buch, Leselust, Literatur, Rezension, SUB-Abbau

Frau Ava – Aus dem Leben einer Klausnerin

Ich mochte die Bücher von Lene Mayer-Skumanz schon als Kind egal ob es die Geschichten vom Kleinen Pater waren, die Xaverlgeschichten oder „Das Geheimnis der Mondkarte“. Lene Mayer-Skumanz befasst sich in ihren Büchern immer wieder mit Kirche und Gott. „Frau Ava – Aus dem Leben einer Klausnerin“ weiterlesen

Veröffentlicht in Österreich, Bildarchiv

Sonnenuntergang mal anders

Heuer bin ich gleich von Anfang an bei Paleicas Projekt „magische Mottos“ dabei.

Diesmal liegt der Fokus auf Abstrakten. Ich wurde in meinem Archiv fündig. Ich mag Sonnenuntergänge, aber diesen hier habe ich aus einer anderern Perspektive geschossen.

abstrakt

abstrakt

abstrakt

Gegen die Sonne, aber der Streifenvorhang aus Plastik beim Auslauf für die Kühe hat den Sonnenuntergang gespiegelt.
Zeitverschwendung wie mir erklärt wurde, spannende und abstrakte Schönheit war meine Einschätzung und ich habe fotografiert.
Die Fotos sind wie meist bei mir unbearbeitet.