Fotochallenge: Aus dem Archiv – Kitischig

wieder bin ich knapp dran, aber es gibt wieder ein Motto mit passendem Bildmaterial.

diesmal ist es das Wort kitschig.

Was ich diesen Winter wirklich vermisse, sind die schneebedeckten Kitschwinterlandschaften. Schnee macht im Winter alles viel schöner! Nichts ist schlimmer für mich wie so grauer grauslicher eintöniger Februar. Bäh. Vor allem schockt es mich, wenn schon andernorts Bärlauch geerntet wurde. Klar ist er schmackhaft, aber der Klimawandel. Betrügt mich nicht um meine schönen Winterlandschaften, wie diese hier.

Fotochallenge – Aus dem Archiv: praktisch

Fotochallenge

heute habe ich folgendes Wort gezogen: praktisch

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praktisch ist etwas, was gut zum Gebrauchen ist und zweckmäßig.

Als Kind und vor allem als Jugendliche war praktisch – bezüglich Kleidung aus dem Mund meiner Frau Mama, ein Ausschlußgrund genau diese Kleidungsstücke zu wollen. Mit Hände und Füße wehrte ich mich, so bezeichnetes Gewand anzuziehen. Deswegen waren Holzschuhe für mich ja sehr anziehend, da Mama die als unpraktisch bezeichnet hatte (Oh, ton: die verlierst du ja eh immer, da kannst du nicht gescheit gehen – zieh Klapperl an, die sind ja viel praktischer) Nun, so praktisch waren Klapperl für sie auch nicht, weil sie ja doch die Holzschuhe für die kurzen Wege wie zur Wäschespinne oder zum Hühnerstall oder in den Garten anzog. Ich vermute mal, es war für sie immens unpraktisch, wenn die Holzschuhe gerade im Gebrauch waren, oder bei einer anderen Haustüre waren, als sie gerade die Holzschuhe brauchte und deswegen die Aussage, dass die unpraktisch sind. Irgendwann in den 2000er Jahren lösten doch die Crocs oder die Billigcrocimitate zum teil die Holzschuhe ab. Wobei diese jetzt wieder von den Holzschuhen abgelöst werden. Naja, nachhaltiger sind diese Teile doch schon, als die Crocs. und selbst ältere Exemplare schauen noch immer besser aus, wie die alten ausgelatschten Plastikdinger.

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Fotochallenge 2020 – Aus dem Archiv: Winzig

für Februar habe ich mir vorgenommen, jeden Tag ein Bild aus meinem Umfangreichen Fotoarchiv zu posten.
Jeden Tag ziehe ich ein Stichwort aus meiner Schüssel – und suche ein passendes Bild.
Fotochallenge

für heute ist das erste Wort: winzig

Für winzig gibt es viele Kandidaten, da ich viel im Makromodus fotografiere.
Marienkäfer am Blatt
Entschlossen habe ich mich jetzt für den Marienkäfer,
weil nicht nur er winzig ist, sondern auch seine Pünktchen auf den Flügeln.
An dem Bild sieht man es auch, gut am Stengel und am Blatt (vom Landlbirnbaum) – wie klein dieses Insekt ist.
Gut, er könnte schärfer sein. aber für die kleine Canon Ixus 8015 finde ich es schon sehr gut.
Insekten sind natürlich super Fotoobjekte, da sie durchaus interessant aussehen – und meistens nicht gefährlich sind

wir sollen hackeln 12 Stunden lang

wir sollen hackeln 12 Stunden lang

wir sollen hackeln
12 Stunden lang,
wir sollen hackeln,
a so ein Kas.

Es wird nicht genug Zeit für Familie sein,
12 Stunden sollen wir hackeln,
schau am Abend nur kurz zum Kinde rein,
wir sind eine Familie,
doch so leb ich wie allein.

Dann müssen wir schaffen,
zwölf Stunden lang,
viele Stunden müssen wir schaffen,
eine Stunde hängt sich locker noch dran.

laut Regierung ists keine Plagerei,
sie arbeiten ja auch gut zusammen,
5 Jahre lang,
doch deren schaffen,
lässt die meisten allein.

Jetzt müssen wir streiken,
auch wenn sie drüberfahren
Solidarität müssen wir bewahren.

Doch der Frust kriegt uns nicht klein,
wir halten zusammen,
keiner kämpft allein
wir halten zusammen und sind nicht allein

lalalalalalalalala…

abgewandelt von
„Was sollen wir trinken“

ja, der Text ist schon bissl grausam und holprig, das gebe ich zu. – aber nicht so wie in einem gewissen Video der WKÖ. Immerhin schon knapp über 36.000 Aufrufe. Für diesen hervorragenden Clickbait sind vornehmlich Journalisten und die Twitterblase verantwortlich…

Ich sehe diese Regierungsvorlage für die Arbeitsplatzflexiblisierung (welch ein Euphemismus) sehr kritisch. Grundsätzlich würde ich es durchaus als vorteilhaft sehen, wenn man zu Arbeitsspitzen und wenn man gebraucht wird mal länger bleibt, aber diese Regelung riecht für mich nach Lohnkürzung durch die Hintertür. Dieses Eilverfahren ohne die übliche Begutachtung und die Nichtzuweisung des Themas im Sozialausschuss des Parlaments macht mich stutzig. Nebenbei profitieren gewisse Branchen wie Makler von dieser Regierung. Aber es ist ja immer so, die Hand die einen füttert, beisst man nicht.
Das mag für Großspender der Kanzlerpartei gelten, aber erst recht für Leute in Arbeitsverhältnisse.

Diese Regierung suggeriert, wir Arbeitnehmer sind zu bequem und tun zuwenig für die Wirtschaft. Wir Arbeitnehmer sollen flexibel sein, lange Arbeitswege im Kauf nehmen, in der Nähe der Arbeit wohnen, gefälligst nicht krank werden und die Dienste der AUVA und andere Sozialversicherungen in Anspruch nehmen. Als Frau soll man zusätzlich als junge nicht schwanger werden, Kinder in Betreuungseinrichtungen abgeben (teilweise mit unflexiblen Öffnungszeiten), hysterisch werden und Männer den Vortritt lassen.

Dabei will die Mehrzahl der Leute arbeiten, aber durch diese Maßnahme kann es dazukommen, dass viele zusammenklappen – weil sie den hohen Anforderungen nicht erfüllen können. Man fühlt sich unfähig und wird psychisch krank.

blau, blau, blau sind alle meine Kleider – Tell a Story

ich wollte gerade schreiben, dass das kein Wunder ist, dass ich nur ein blaues Kleid habe, mein Blaudruckdirndl. Allerdings geht der Trend zum Zweitkleid, welches allerdings nicht blau ist.

Nun aber Blau, blau, blau sind alle Kleider, die ich selbst genäht habe. Und das ist eben das Blaudruckdirndl.
So sehr ich es auch bewundere, wie manche Nähen können – für mich ist es eher eine Sisyphusarbeit. Ich bewundere die Leute, die etwas nähen können und es wirklich gut ausschaut. Nur bei mir war es nicht so, die Nähte waren wie mich die Lehrerin oft daran erinnerte nicht gerade – sondern schiach. Trotzdem ist das Dirndl doch passabel geworden und da hat sicher die Lehrerin oft genug rettend eingegriffen. Zumindest habe ich damals trotzdem ein Befriedigend für das Kleid bekommen. Für mich im Nachhinein gesehen doch nicht so eine Enttäuschung, da ich beim Nähen nie eine Einserkandidatin war.
Das Kleid habe ich zum letzten Mal beim Maturaball getragen. Ich fand leider kein Foto vom Kleid.
Allerdings war ich mal auf einem Markt und da habe ich am Stand der Blaudruckerei Wagner, einer der 2 Blaudruckereien in Österreich, die Stoffe und eine Model fotografiert.

 

Ich finde die Geschichte des Blaudrucks spannend. So lernt man, dass der Name Blaudruck irreführend ist, weil mit Papp gedruckt wird – aber mit Blau gefärbt. Vor allem haben Blaudrucker oft die Stoffe von Kunden bedruckt, meist Bauern die ihr Leinen selber mitbrachte. Lein war eine wichtige Pflanze im Mühlviertel – das zeugen noch einige Flurnamen wie beispielsweise Haarstube, Weberorte wie Haslach oder Helfenberg oder kulinarische Spezialitäten wie die Leinölerdäpfel.

und irgendwann will ich a.) wieder in mein Dirndl reinpassen und b.) mir ein anderes mit einem selbstgewählten Muster nähen (lassen). Ich tendiere da natürlich zu pflanzlichen Motiven wie Getreideähren – wie auf der Model abgebildet- oder Hopfendolden

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Das ist ein Beitrag zu Emmas Tell a Story.

alt aber trotzdem gut – Tell a Story

ich höre als Landwirtstochter von vielen Städtern und Nichtbauern, dass Bauern ständig mit den fettesten Traktoren herumfahren und immer die neuesten Maschinen kaufen. Bei diesem Vorurteil sehe ich wirklich rot. Als Bauer wäre es wirklich super, wenn man sich nicht so genau überlegen muss es zu kaufen ohne auf den Kontostand zu achten bzw. ob es sich auszahlt einen Kredit aufzunehmen. Immerhin sind es Investitionen zur Produktion – die doch gewissermassen nicht nur vom Geschick abhängt, sondern auch von den äußeren Umständen wie dem Wetter.

Die Realität zumindest bei den Bauern die ich kenne ist, dass natürlich Maschinen neu gekauft werden, aber dass manche wirklich sehr lange genutzt werden. Es ist oft aber so, dass Bauern eine Gemeinschaft bilden um sich eine größere Maschine anzuschaffen, die sie beispielsweise nicht so oft brauchen oder einen anderen Bauern mit dieser Maschine via Maschinenring kommen lassen, der die Arbeit dann erledigt. Ich finde das macht auch Sinn und ist ressourcenschonend. Allerdings ist es auch häufig so, dass Maschinen wirklich lange benutzt werden und viele Landwirte sind fähig ihre Maschinen auch selber zu reparieren, ohne dass sie in eine Werkstatt fahren müssen.

Sowohl beim Anbau als auch bei der Ernte von den Erdäpfeln/Kartoffeln sind die in meiner Herkunftsfamilie benutzten Geräte alt. Wie alt die Maschinen genau sind, weiß ich nicht. Da jetzt April ist, stell ich euch die Setzmaschine vor.

Erdäpfelsetzmaschine
Dies sogenannte Erdäpfelsetzmaschine besteht aus einem Korb, in dem man die Erdäpfel hineingibt. Unten ist eine Öffnung, wo die Personen, die an den beiden Arbeitsplätzen der Maschine sitzen, diese entnehmen können. Die Personen geben dann den einzelnen Erdapfel in den Sektionen eines langsam drehendem Speichenrades, der sie dann durch durch ein Rohr in die Erde befördert. Die Pflugscharen sorgen noch dafür, dass über der Kartoffel die Erde angehäufelt wird. Auf Wikipedia wird diese Art von Erdäpfelsetzmaschine als halbautomatisch und mittlerweile schon als historisch betrachtet. Diese Art war auch bis Anfang der 1960iger der Standard. Danach kam die Vollautomatik.
erdäpfelsetzen

Nachdem man diese Arbeit auch nur einmal im Jahr macht, finde ich sie nicht eintönig und sehe es als Abwechslung zu meiner bezahlten Arbeit in Wien. Ich finde auch die Sitze sehr bequem und formidabel. Sie haben aus meiner Sicht sogar Potential Kultsitzgelegenheiten zu sein. Diese Form, perfekt der Anatomie des Gesäßes angepasst und diese Löcher sind schon sehr stylish.

Der Anbau von Erdäpfel/Kartoffel erfolgt Ende April, Anfang Mai. Da gibt es auch den Merkspruch: „Setzt man mich im Mai, komm ich glei – setzt man mich im April, komm ich wann ich will.“

das ist mein Beitrag für Tell a Story zum Thema – Altes von Emma

tell a story – urban Jungle

Wien ist vom Wienerwald umgeben, nachdem der Wiener Wald auch teilweise im Stadtgebiet ist, sehe ich ihn als Urban Jungle.
Ich bin froh, dass Wien viele Parks, grüne Hinterhöfe und auch Landwirtschaft hat, aber der Wald ist doch was besonderes. Gerade jetzt im Frühling. Wachsen da nicht nur die ersten Blumen, sondern auch Bärlauch. Leicht gelangt man selbst mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Straßenbahn in den Wald. Ich mag den Wiener Wald, da er wirklich urig ist mit seinen Bäumen, die nicht in Reih und Glied stehen.
Ich finde der Wald steigert die Lebensqualität in Wien enorm. Ohne den Wald und den vielen Grünen Inseln – dank der Wiener Gärtner in der Stadt würde ich Wien nicht mögen.


seltsame Formen – eine Kiefer


das erste Grün


und das alte Holz – Lebensraum für viele Lebewesen


ein Nest von Blumen


Blümchen im Grünen eingebettet

Teil von Emmas Tell a story

Bäume – Tell a story

Ich mag Bäume sehr gern – von der edlen schlanken Zypresse bis zur knorrigen Eiche. Besonders gerne habe ich alte Bäume in Obstgärten. Nein, nicht diese die sich fast gleichen in den Obstbauplantagen, sondern Bäume mit Mostobst oder Wirtschaftsapfelsorten.
Viele sind unverwechselbar und manche haben wirklich eine eigene Geschichte.
Zum Beispiel einer der Bäume mit Boskoop, die wir daheim als Lederapfel bezeichnen. Wobei ich mittlerweile dank der Arche Noah in Schiltern den Verdacht habe, dass es eher die Graue Herbstrenette ist. Allein das durchlesen der verschiedenen Obstsorten erweckt in mir Sehnsucht einen eigenen Obstgarten zu besitzen. Schon die Vorstellung, dass so ein Obstgarten nicht nur für mich, sondern auch für Menschen lang nach meiner Zeit noch Freude bereitet befriedigt mich.
Zurück zu dem Lederapfelbaum. Der hatte schon 2 heftige Orkane erlebt. 1929 kam er damals schief zu stehen und 1993 brach einer seiner Hauptäste ab. trotzdem trägt er seit diesen 25 Jahren unverdrossen, weiterhin seine Früchte.
Auch wenn er in der Mitte schon etwas hohl ist, aber hohle Bäume haben doch auch Vorzüge, wenn man an Pippi Langstrumpf und den Limonadenbaum denkt.


Es gibt zwar keine Apfellimonade, allerdings aus den Äpfeln kann man beispielsweise Süßmost, Bratapfel oder Apfelkuchen machen.


Besonders jetzt im Frühjahr sieht man die außergewöhnliche Form des Baumes.


derselbe Baum in voller Blüte (Mitte)


Blüte im Detail

und mit Früchten (Vordergrund)

Das war mein Beitrag zu Tell a story – bei Frühstück bei Emma.

Blumen – Tell a story

Blumen, ich liebe Blumen. Natürlich sind die im Garten auch schön, aber ich hab oft und viele welche von den Wiesen gepflückt.
Ich pflückte viele Blumen auch für meine Mama. Nur als kleines Mädchen verstand ich nicht viel von Blumenarrangement und steckte einfach alle so wie sie waren in die Vase. Mama hat aber die vielen Blumen dann oft auf mehr Vasen aufgeteilt.
Ich nehme sie zwar gern mit ins Haus, aber wenn sie draußen stehen bleiben dürfen und wachsen finde ich Blumen doch am Schönsten.
Ich halte es hier mit Henri Matisse:

Es gibt überall Blumen für den, der sie sehen will.


auf der Alp blüht der Enzian – in dem Fall der Schwalbenschwanzenzian


Glockenblume in Nahaufnahme


und hier mit Hornklee im Vordergrund


Blühstreifen mit Sonnenblumen – eine schöne Bienenweide


eine Staude als Schmetterlingsweide im Garten


Dahlien im Herbst

 

Tell a story ist eine Blogparade von Frühstück bei Emma. Hier könnt ihr andere Blümchen bewundern.

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Pflanzen – Tell a story

Meine Schwestern haben mir als Kind jede Menge Blödsinn erzählt. Beispielsweise wären das „Kuhgschnartert“ (Abfälle der Klauenpflege bei den Rindern) eine Zutat des Bieres ist, sowie Gerstenmalz und Hopfen. Und das Kuhgschnartert macht eben den Biergeschmack, den grauslichen – so die Erklärung. So als Vierjährige habe ich dieses Märchen über das Hopfenkracherl noch geglaubt. Aber mit der Zeit wird man Gott sei Dank klüger und glaubt nicht alles. Jetzt weiß ich natürlich, dass der Geschmack vom Hopfen kommt.
Es reicht schon wenig an Hopfen, dass der ganze Sud bitter wird.

Das größte Hopfenanbaugebiet in Österreich ist das Mühlviertel, weitere Hopfengebiete sind in Leutschach in der Steiermark und auch im Waldviertel. Dabei gab es in den 40iger Jahren des 20. Jahrhunderts gar keinen Hopfen mehr im Mühlviertel, da es die Nazis verboten haben. Hopfen ist aber nicht gerade pflegeleicht, sondern auch eine Diva. Mein Papa hat immer gesagt, „der Hopfen will jeden Tag seinen Herrn sehen.“ Ziemlich anspruchsvoll ist die Pflanze. Der Hopfen mag das Licht, aber heiße Sommer sind nix. Es werden auch nur die weiblichen Dolden zum Bierbrauen verwendet. Wenns interessiert kann ich den Besuch im Hopfenmuseum in St. Ulrich im Mühlkreis empfehlen. Ich war schon dort und es war für mich sehr interessant, obwohl ich einiges wusste. und nachher darf und kann man sich durch die regionalen Biersorten probieren wie Hofstettner (originelle Biersorten), Schlägler (Stiftsbrauerei mit langer Tradition) und das Neufeldner Bier (biologisch).

Bei der Höhe von 8m und die kurz bemessene Zeit für die Ernte finde ich es noch bewundernswerter, wie man früher die ganzen Dolden gepflückt hat ohne maschinelle Hilfe. Immerhin müssen die rasch in die Darre zur Trocknung gebracht werden.

Andere schöne Pflanzen und Geschichten gibt es bei Emma unter #tella story.

Dieser Beitrag enthält laut österreichischen Gesetz Werbung. Ich werbe für den Hopfenerlebnishof und für die drei erwähnten Biersorten auf freiwillige Basis und nicht, weil mir Geld oder Sachleistung dafür geboten wird.