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Mr. Snow


An der Bushaltestelle habe ich Mr. Snow getroffen, zwar in der Zwergenausführung, aber immerhin.

Leider wollte er im Bus nicht mitfahren, aber ich denke, er wäre dann wohl komplett entschwunden. Normalerweise machen das immer die Busse, bevor ich mich der Haltestelle nähere… Dabei bin ich immer eher knapp dran, sowie meistens bei den Magischen Mottos von Paleica. Wie jetzt auch wieder. Das diesmalige Thema ist natürlich nicht Schnee, sondern Streetart. Ich hab ja geplant, dass ich mir tolle Graffiti raussuche, wie zB. am Donaukanal. Aber es muss ja nicht nur immer Malerei sein, sondern gern auch figürlich.
und ist ein Schneemann nicht einfach eine Kunst. Es kommt auf die richtige Schneekonsistenz draufan, dass man den idealen Schneemann machen kann. Als Kind hat es mich immer geärgert, dass meine kunstvollen Schneemänner immer voll mit Gras und Laub waren. Ich musste sie immer mühsam reinigen. und so toll wie in den Bilderbüchern sahen meine Schneemänner auch nie aus, weil ich keine Kohlstückchen nehmen durfte. Wobei der hier abgebildete Schneemann, muss auch ohne Augen und Knöpfe vorliebnehmen. Hackschnitzel schauen nicht so adrett aus. und ich durfte nur die kümmerlichen Karotten nehmen für die Nase. Die waren dann so krumm, wie die Nase vom Hotzenplotz. und die Strohhaare waren auch eine Plage, weil die Erdanziehungskraft größer war, wie meine Befestigungsmöglichkeit. Meist endete es mit einer Halbglatze oder einer Otto Walkes-Frisur. Zylinder hatten wir sogar, aber die brauchten wir zum Theaterspielen und die Kübel wurden in der Landwirtschaft benötigt, ebenso wie die Besen und das einzige mal, wo ich einen ergattern durfte funktionierte es nicht mehr mit dne Armen. Mittlerweile glaube ich, die Schneemänner in den Bilderbüchern sind auch nur reine Fantasiefiguren.

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Veröffentlicht in Österreich, Nachdenkergebnis, natur, Wien erleben / Wiener leben

geheimnisvoll

Auf den Bestsellerlisten diverser Buchhandlungen hat sich ein Buch namens „Das geheime Leben der Bäume“ getummelt. Ich habe es noch nicht gelesen, aber Bäume haben schöne interessante Formen und sind eins meiner Lieblingsfotomotive, sie sind so vielfältig. So müssen sie schon wieder als Fotomotiv für die magischen Mottos von Paleica herhalten, wie schon letztes Monat. Dieses Monat soll es eher geheimnisvoll sein. Da finde ich Abend- und Dämmerstimmung bzw. Nebelbilder passend. Diese Bilder entstanden letztes Jahr im Türkenschanzpark. Ich gehe gerne spazieren und während dem Spazieren denke ich für mich selber Geschichten aus und ich lass mich manchmal von der Umgebung inspirieren und am Abend assoziere ich doch eher geheimnisvolle Dinge. Was mich diesmal an Paleicas Beitrag bei der Vorstellung des Themas gefallen hat, waren ihre Bilder und die Assoziation zu Herr der Ringe. Isengard und Mordor.

und aus einem kahlen Baum, an dem Blätter hängen. Wird ein Baum mit kleinen schwarzen Vögeln, nein ein Baum mit lauter Fledermäusen oder ist es nicht doch eine Landkarte eines unterirdischen Höhlensystems.


das könnten Zaubernüsse sein und wenn der Mond voll ist schlüpfen daraus irgendwelche Wesen.

auch wenn ich weiß, es ist eine Krähe. wird es wieder ein anderer Vogel, eine Eule und die Kiefernadeln wirken selber wie feine Vogelfedern.

Veröffentlicht in Österreich, Bildarchiv, Film und Serien, Mühlviertel, natur

Farbkleckse

wie immer sehr knapp in der Zeit bzw. über der Zeit kommen meine Bilder zu Paleicas magische Mottos.
Paleicas MM
Diesmal waren es Farbkleckse. Ich finde ein sehr schönes und passendes Thema.
Ich liebe den Herbst und vor allem, wie sich die Bäume verfärben. Am schönsten finde ich da die Birnenbäume, da das Laub sogar dreifärbig ist. So ein Birnbaum sieht da schon wie gemalt aus. Alle meine Bilder bilden einen Birnbaum ab. Wie ich noch daheim wohnte, stand er vor meinem Zimmer und ich hörte das Rauschen seiner Blätter und ich konnte oft die wundersame Farbgebung bewundern. Die Blätter sehen wie gemalt aus.


Er ist schon sehr alt

und überragt so manch andere Bäume. Selbst wenn sie nicht so krumm gewachsen sind wie der Apfelbaum im Vordergrund.


die obere Etage hat sich in Schale geworfen


die Früchte verschwinden fast im Schein der Blätter


der Frühherbst in Farben ausgedrückt


Farbexplosion


als würde der Baum in Flammen stehen

Veröffentlicht in Österreich, Bildarchiv, natur, Waldviertel

Knochenfund

das diesmalige magische Motto lautet Wildnis. Danke Paleica immer für die interessanten Aufgaben.
Ich war letztes Jahr im Waldviertel unterwegs, bei Eggenburg. Da gibt es die Heide mit den Kogelsteinen. Diese Heide ist ein Paradies und obwohl nahe einer Stadt, trotzdem eher unberührt.
Nix ist so schön getrimmt, wie beispielsweise in vielen Wiener Parks mit Bänke zum Ausruhen oder ganz modern eher Enzis zum chillen.


Hier findet man auf trockenen Heideboden zwischen Steine und Dornengebüsch auch Knochen. Doch eher ein seltener Anblick in unserer fast sterilen Welt. Hier findet man noch die Mahlzeiten von Fuchs und Co, während in den Wiener Parks Mistkübel haben, allerdings sich auf dem ordentlich getrimmten Rasen trotzdem Reste von Kebab, Pizza und Coladosen finden. Wildnis ist für mich ein Stückchen Ursprung in der Kulturlandschaft. So sehr ich Landwirtschaft schätze, so sind doch so Flecken die sich selbst überlassen sind, doch eine Augenweide.

Veröffentlicht in Österreich, Bildarchiv

ein lebendes Herz

Das magische Motto für den Juli lautet Liebe. Ich finde den Eintrag von Paleica wirklich herzerwärmend und voller Liebe und möchte ihr auf diesen Weg ein Leben voller Liebe wünschen.

hoffentlich wächst über die Liebe nie das Gras, ich hoffe es bleibt bestehen.

Die Liebe soll blühen und gedeihen.

Mein Schwager hat das Herz übrigens 2 oder 3 Tage vor der Hochzeit mit meiner Schwester ausgemäht.

Veröffentlicht in Österreich, Mühlviertel

Regelbruch

Wenn Regeln brechen, dann so richtig z.B. einen Beitrag nachreichen, nach fast einer Woche für Paleicas magische Momente. Und natürlich habe ich die meines Erachtens die wichtigste Regel für Fotografen gebrochen. Nicht alles mehrfach gesichert. Und das Alles soll natürlich das Best of enthalten. Und jetzt steh ich da mit nur einem Bruchteil meiner Fotos, nachdem jemand meinen alten Laptop einfach genommen hat – anstatt ihn zum Fundamt zu bringen. Und von dem Rest ist sogar ein Teil mieser Qualität. Und ich hab nicht einmal zu allem Zugriff, weil ich nicht verstehe, wie ich Dateien gespeichert auf einer externen Festplatte öffne.
Ich habe meine Lehren gezogen:
Jedenfalls never ever, zuviele Fotos behalten auch wenn sie einigermaßen scharf sind, sondern nur die besten und die mehrfach speichern und wirklich herzeigen und nicht für später aufhalten.
Also hier sind mal einige Dinge, die ich retten konnte oder vor kurzem machte.
und die offenbar fotografische Regeln widersprechen, wie Licht (Gegenlicht, harter Schatten), Platzierung oder Schärfe

Veröffentlicht in Österreich, Buch, Landwirtschaft, Literatur, Rezension, SUB-Abbau

Schreckliche Stunden

Ich habe „Schöne Tage“ gelesen. Diese Leseerfahrung war ganz und gar nicht schön. Es hat mich so richtig bedrückt gemacht. Es zu Ende lesen, war ein Gewaltakt. Mich hat es verstört und Schlaflosigkeit verursacht. Vor allem, da es die eigenen Erfahrungen des Autors Franz Innerhofer beruht. Und das es auch grad 70 Jahre her ist.

schöneTage

Der kleine Holl, wird von seiner Mutter zum Vater, einen Bergbauern im Pinzgau geschickt. Dort wird dieser nicht wie ein Sohn behandelt, sondern wie ein Knecht oder Sklave. Die physische und psychische Unterdrückung. Ich habe oft beim Lesen pausiert. Natürlich frage ich mich, wie so etwas als normal durchgeht. Dass nicht alles so verkitscht ist, wie in den Heimatromane und Berg-undTalhefterl ist mir klar. Es ist hart, aber wie hart entschwindet meiner Vorstellungskraft. Besonders deutlich heraus kommt die Doppelmoral – beten und Schläge, die Ohnmacht und Behandlung der Frauen sowohl der Bediensteten. Ich hab die Wehrlosigkeit gespürt und das hat mich beim Lesen so richtig aggressiv gemacht.
Hier ein Einblick in der Psyche des Bauern:

„Nach dem Frühstück schaffte der Bauer die Arbeit an. Seine Phantasie, eine erbliche Belastung, war wieder hergestellt. Eine Kinderhand konnte nicht klein genug und ein Weiberbauch nicht groß genug sein, er wusste für jeden mehr als genug Arbeit…“

Es ist kaum packbar, also bitte nur lesen, wenn man über starke Nerven verfügt. Ich hab das Buch von meiner Mama, aber sie hat es wegen den geschilderten Umständen nie fertig gelesen. 1981 wurde das Buch mit Laien verfilmt.

Katalogdaten:
Titel: Schöne Tage
Autor: Franz Innerhofer
Jahr: 1974
215 Seiten
Verlag: DTV
ISBN: 3-423-11739-7

Veröffentlicht in Österreich, Bildarchiv, Mühlviertel, natur

Wege im Mühlviertel

Was ich an Filme und Serien so liebe sind oft die ganzen Landschaftsaufnahmen. und dazu gehören Straßen. Manchmal finde ich es schade, dass nicht der Königsweg aka Dark Hedges in Ballymoney sind oder die Straße nach Avonlea.
hier die Dark Hedges

und hier der Weg nach Avonlea- von Anne „the way of the white delight“ genannt.

doch wozu in die Ferne schweifen, wenn das gute so nah liegt. Auch im Mühlviertel gibt es magische Plätze. Diesmal war das magische Motto: „Auf der Straße“. Für mich gelten Feldwege ebenfalls als Straßen – vornehmlich für Traktoren. und so hab ich einige vor 2 Wochen fotografiert.


leider keine ganze Allee – aber Bäume am Wegrand finde ich immer bezaubernd. Vor allem wenn sie in voller Blüte stehen.


manche sind schnurgerade und dann


muss man sich entscheiden, welchen man beschreiten will.


was ist nur um die Kurve?

wieder ein neuer Blick. und es gibt nicht nur diesen Weg, sondern andere – wenn man genauer blickt am Horizont. von Gehöfte zu Weiler und auch zu größeren Ortschaften. Manche sind Traktorwege, andere wieder befestigte Asphaltstraßen.


und manchmal geht man wieder einfach ein Stück zurück.

magische Motto

Veröffentlicht in Österreich, Ernährung, Häferlgucker, Kochbuch

Es grünt so grün, wenn in den Wäldern der Bärlauch wächst

ich mag Bärlauch. Auch wenn ich den Eindruck habe, während des Frühlings wird er manchmal zu exzessiv überall eingesetzt und ich den Eindruck habe, viele Blogger machen um ihn einen Bogen. Dabei ist er so lecker. So wie generell all dieses ganze Alliumgewächse wie Porree, Knoblauch und Zwiebel. „Es grünt so grün, wenn in den Wäldern der Bärlauch wächst“ weiterlesen

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Erni rules

ein großes Danke an Magdalena Miedl, fürs veröffentlichen dieses Interviews. Ich bin ein Fan von Frau Mangold und ich liebe ihre erfrischende Art. und dieses Interview macht Lust mir das Buch nicht nur zu lesen, sondern auch zu kaufen.

Mir ist normalerweise egal, wie prominent meine Gesprächspartnerin ist. Aber die Frau Professor Mangold, x-fach ausgezeichnete Schauspieldoyenne, vor knapp zwei Monaten 90 geworden, ist legendär für ihre Unverblümtheit, und ich war richtig aufgeregt. Dabei mag ich unverblümte alte Damen, und erst recht fluchende Frauen. Frau Mangold ist auch heute etwas grantig, weil der Kollege vor mir […]

via Erni Mangold, 13. März 2017 — Ohne Papier