blau, blau, blau sind alle meine Kleider – Tell a Story

ich wollte gerade schreiben, dass das kein Wunder ist, dass ich nur ein blaues Kleid habe, mein Blaudruckdirndl. Allerdings geht der Trend zum Zweitkleid, welches allerdings nicht blau ist.

Nun aber Blau, blau, blau sind alle Kleider, die ich selbst genäht habe. Und das ist eben das Blaudruckdirndl.
So sehr ich es auch bewundere, wie manche Nähen können – für mich ist es eher eine Sisyphusarbeit. Ich bewundere die Leute, die etwas nähen können und es wirklich gut ausschaut. Nur bei mir war es nicht so, die Nähte waren wie mich die Lehrerin oft daran erinnerte nicht gerade – sondern schiach. Trotzdem ist das Dirndl doch passabel geworden und da hat sicher die Lehrerin oft genug rettend eingegriffen. Zumindest habe ich damals trotzdem ein Befriedigend für das Kleid bekommen. Für mich im Nachhinein gesehen doch nicht so eine Enttäuschung, da ich beim Nähen nie eine Einserkandidatin war.
Das Kleid habe ich zum letzten Mal beim Maturaball getragen. Ich fand leider kein Foto vom Kleid.
Allerdings war ich mal auf einem Markt und da habe ich am Stand der Blaudruckerei Wagner, einer der 2 Blaudruckereien in Österreich, die Stoffe und eine Model fotografiert.

 

Ich finde die Geschichte des Blaudrucks spannend. So lernt man, dass der Name Blaudruck irreführend ist, weil mit Papp gedruckt wird – aber mit Blau gefärbt. Vor allem haben Blaudrucker oft die Stoffe von Kunden bedruckt, meist Bauern die ihr Leinen selber mitbrachte. Lein war eine wichtige Pflanze im Mühlviertel – das zeugen noch einige Flurnamen wie beispielsweise Haarstube, Weberorte wie Haslach oder Helfenberg oder kulinarische Spezialitäten wie die Leinölerdäpfel.

und irgendwann will ich a.) wieder in mein Dirndl reinpassen und b.) mir ein anderes mit einem selbstgewählten Muster nähen (lassen). Ich tendiere da natürlich zu pflanzlichen Motiven wie Getreideähren – wie auf der Model abgebildet- oder Hopfendolden

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Das ist ein Beitrag zu Emmas Tell a Story.

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alt aber trotzdem gut – Tell a Story

ich höre als Landwirtstochter von vielen Städtern und Nichtbauern, dass Bauern ständig mit den fettesten Traktoren herumfahren und immer die neuesten Maschinen kaufen. Bei diesem Vorurteil sehe ich wirklich rot. Als Bauer wäre es wirklich super, wenn man sich nicht so genau überlegen muss es zu kaufen ohne auf den Kontostand zu achten bzw. ob es sich auszahlt einen Kredit aufzunehmen. Immerhin sind es Investitionen zur Produktion – die doch gewissermassen nicht nur vom Geschick abhängt, sondern auch von den äußeren Umständen wie dem Wetter.

Die Realität zumindest bei den Bauern die ich kenne ist, dass natürlich Maschinen neu gekauft werden, aber dass manche wirklich sehr lange genutzt werden. Es ist oft aber so, dass Bauern eine Gemeinschaft bilden um sich eine größere Maschine anzuschaffen, die sie beispielsweise nicht so oft brauchen oder einen anderen Bauern mit dieser Maschine via Maschinenring kommen lassen, der die Arbeit dann erledigt. Ich finde das macht auch Sinn und ist ressourcenschonend. Allerdings ist es auch häufig so, dass Maschinen wirklich lange benutzt werden und viele Landwirte sind fähig ihre Maschinen auch selber zu reparieren, ohne dass sie in eine Werkstatt fahren müssen.

Sowohl beim Anbau als auch bei der Ernte von den Erdäpfeln/Kartoffeln sind die in meiner Herkunftsfamilie benutzten Geräte alt. Wie alt die Maschinen genau sind, weiß ich nicht. Da jetzt April ist, stell ich euch die Setzmaschine vor.

Erdäpfelsetzmaschine
Dies sogenannte Erdäpfelsetzmaschine besteht aus einem Korb, in dem man die Erdäpfel hineingibt. Unten ist eine Öffnung, wo die Personen, die an den beiden Arbeitsplätzen der Maschine sitzen, diese entnehmen können. Die Personen geben dann den einzelnen Erdapfel in den Sektionen eines langsam drehendem Speichenrades, der sie dann durch durch ein Rohr in die Erde befördert. Die Pflugscharen sorgen noch dafür, dass über der Kartoffel die Erde angehäufelt wird. Auf Wikipedia wird diese Art von Erdäpfelsetzmaschine als halbautomatisch und mittlerweile schon als historisch betrachtet. Diese Art war auch bis Anfang der 1960iger der Standard. Danach kam die Vollautomatik.
erdäpfelsetzen

Nachdem man diese Arbeit auch nur einmal im Jahr macht, finde ich sie nicht eintönig und sehe es als Abwechslung zu meiner bezahlten Arbeit in Wien. Ich finde auch die Sitze sehr bequem und formidabel. Sie haben aus meiner Sicht sogar Potential Kultsitzgelegenheiten zu sein. Diese Form, perfekt der Anatomie des Gesäßes angepasst und diese Löcher sind schon sehr stylish.

Der Anbau von Erdäpfel/Kartoffel erfolgt Ende April, Anfang Mai. Da gibt es auch den Merkspruch: „Setzt man mich im Mai, komm ich glei – setzt man mich im April, komm ich wann ich will.“

das ist mein Beitrag für Tell a Story zum Thema – Altes von Emma

Neues – Tell a Story

Emma möchte gerne Neues und Neue Erfahrungen von uns sehen und lesen.

Dieses Bild ist das erste, was ich 2012 mit meiner jetztigen Hauptkamera (eine Nikon P500) gemacht habe. Damals war sie neu, wenn auch nicht das Motiv. Aber ich mochte die Formen der schon etwas welke Tulpen und welche Farbmagie die Kamera hervorbrachte. Ich liebe die Kamera nachwievor heiß, auch wenn ich mir manchmal wünschte, dass sie im Makrobereich noch etwas genauer wäre.

Bäume – Tell a story

Ich mag Bäume sehr gern – von der edlen schlanken Zypresse bis zur knorrigen Eiche. Besonders gerne habe ich alte Bäume in Obstgärten. Nein, nicht diese die sich fast gleichen in den Obstbauplantagen, sondern Bäume mit Mostobst oder Wirtschaftsapfelsorten.
Viele sind unverwechselbar und manche haben wirklich eine eigene Geschichte.
Zum Beispiel einer der Bäume mit Boskoop, die wir daheim als Lederapfel bezeichnen. Wobei ich mittlerweile dank der Arche Noah in Schiltern den Verdacht habe, dass es eher die Graue Herbstrenette ist. Allein das durchlesen der verschiedenen Obstsorten erweckt in mir Sehnsucht einen eigenen Obstgarten zu besitzen. Schon die Vorstellung, dass so ein Obstgarten nicht nur für mich, sondern auch für Menschen lang nach meiner Zeit noch Freude bereitet befriedigt mich.
Zurück zu dem Lederapfelbaum. Der hatte schon 2 heftige Orkane erlebt. 1929 kam er damals schief zu stehen und 1993 brach einer seiner Hauptäste ab. trotzdem trägt er seit diesen 25 Jahren unverdrossen, weiterhin seine Früchte.
Auch wenn er in der Mitte schon etwas hohl ist, aber hohle Bäume haben doch auch Vorzüge, wenn man an Pippi Langstrumpf und den Limonadenbaum denkt.


Es gibt zwar keine Apfellimonade, allerdings aus den Äpfeln kann man beispielsweise Süßmost, Bratapfel oder Apfelkuchen machen.


Besonders jetzt im Frühjahr sieht man die außergewöhnliche Form des Baumes.


derselbe Baum in voller Blüte (Mitte)


Blüte im Detail

und mit Früchten (Vordergrund)

Das war mein Beitrag zu Tell a story – bei Frühstück bei Emma.

Blumen – Tell a story

Blumen, ich liebe Blumen. Natürlich sind die im Garten auch schön, aber ich hab oft und viele welche von den Wiesen gepflückt.
Ich pflückte viele Blumen auch für meine Mama. Nur als kleines Mädchen verstand ich nicht viel von Blumenarrangement und steckte einfach alle so wie sie waren in die Vase. Mama hat aber die vielen Blumen dann oft auf mehr Vasen aufgeteilt.
Ich nehme sie zwar gern mit ins Haus, aber wenn sie draußen stehen bleiben dürfen und wachsen finde ich Blumen doch am Schönsten.
Ich halte es hier mit Henri Matisse:

Es gibt überall Blumen für den, der sie sehen will.


auf der Alp blüht der Enzian – in dem Fall der Schwalbenschwanzenzian


Glockenblume in Nahaufnahme


und hier mit Hornklee im Vordergrund


Blühstreifen mit Sonnenblumen – eine schöne Bienenweide


eine Staude als Schmetterlingsweide im Garten


Dahlien im Herbst

 

Tell a story ist eine Blogparade von Frühstück bei Emma. Hier könnt ihr andere Blümchen bewundern.

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mit dem Auto – tell a story

vor einigen Jahren war ich in Zypern. und da werden Wahlsiege mit Autocorsos gefeiert. Es wird durch die Stadt gefahren und gehupt vor Freude und die Nacht durchgefeiert, während bei uns doch Wahlsiege sehr nüchtern zur Kenntnis genommen werden.
Ich nehme an, die damaligen Wahlsieger wollten, dass alle mit Ihnen mitfeiern und sich freuen.
Die Griechenlandflaggen der patriotischen PArtei in Südzypern sind für mich ein Zeichen der Spaltung. Mich befremdet ehrlich gesagt diese Fahnenschwenkerei etwas. Am Strand gab es auch Miniflaggen zu kaufen. Ich glaube in Österreich und Deutschland wäre ein Verkauf von Flaggen nicht so erfolgreich.
Das ist ein Beitrag zu Emmas Tell a story

zu Fuß unterwegs – Tell a Story

Laut WHO soll man 10.000 Schritte täglich gehen. Ich schaffe es locker, einerseits, da ich in meiner Arbeit ständig viel zu gehen habe und zweitens geh ich viel und oft zu Fuß.


zu Fuß GEHEN ist wahrscheinlich neben dem Zug fahren und dem Reiten meine Lieblingsfortbewegungsart. Beim Gehen kann ich zwar nicht lesen wie im Zug oder habe Kontakt zu einem Tier wie beim Reiten, aber ich kann träumen und mir fallen da oft Dinge einfach auf. Ich hetze nicht gern, da übersieht man vieles und wird vielleicht noch zu guter letzt überfahren, weil man einfach so über die Straße hetzt und den Bus nachläuft, der einem eh garantiert vor der Nase davonfährt.

Es ist egal ob am Land oder in der Stadt – so ein Spaziergang erweckt Geschichten in mir.

Wie es wohl im Winter war in Schönbrunn unter Maria Theresia? Sie soll ja viele Schlittenpartien gemacht haben. Nur waren die Bäume im Park nicht so majestätisch wie jetzt. Das Foto entstand letztes Jahr, wie ich mir die Pomeranzen abholte für Kathas legendäre Pomeranzenmarmelade. Lang bin ich in und um und um Schönbrunn herumgeirrt. Aber danach belohnte ich mich mit diesem Spaziergang.


Am Land sind es nicht kaiserliche Hoheiten die mir im Sinn kommen, wenn ich spaziere, eher die einfachen Leute. Da spielt nicht der Prunk Rolle, sondern wie die armen Menschen trotzdem das Leben erleichtern. Natürlich wohnt in dieser Hütte niemand – allerdings wirkt es doch ein bisschen wie ein Hexenhäuschen? Ich war damals mit einer Freundin unterwegs. Wir trafen zwar keine Hexe, aber eine sehr nette alte Frau die ihre Ponys auf der Weide daneben fütterte.


Dieser Beitrag ist für Tell a Story, von Frühstück bei Emma initiiert.

Tell a story – meine Strasse

wie immer knapp an der Deadline kommt mein Beitrag für die Fotostory.

Diesmal wollte ich meine Strasse fotografieren, aber ich find sie einfach nur stinklangweilig mit Parkplätze und Häuserfronten. Die einzige Abwechslung sind die Bushaltestellen und die Müllcontainer. Nein, nicht ganz. Bei einer Bushaltestelle gibt es Blumen, von den Wiener Stadtgärtnern gepflanzt. Ich liebe dieses Eckchen, da auch hier sich sogar Schmetterlinge verirren und ein bisschen Farbe ins grau bringen.

Das mag ich an Wien, dass selbst an unscheinbaren Ecken etwas schönes entstehen kann und die paar Quadratmeter Natur versüßen mir dann das Stadtleben. Und ich bin versucht die Blumen zu pflücken, aber dann tu ich es doch nicht. Einst habe ich eine Freundin besucht und als Mitbringsel brachte ich ihr einen Strauß Tulpen mit, damit der Frühling bei ihr einzieht. Sie bedankt sich und meint dann: „Ich hoffe, du hast keine Probleme bekommen, als du sie im Kreisverkehr gepflückt hast.“

Das ist ein „Tell a Story“ Projekt von Frühstück bei Emma.

Tell a story – meine Stadt

ich gestehe, es gab bei mir obwohl ich schon über 7 Jahre in Wien lebe – kurz Bedenken Wien als meine Stadt zu bezeichnen. Ohja, Wien ist meine Stadt. Ich bin eigentlich eher ein Landei. und trotzdem ist glaube ich Wien eine der wenigen Städte, wo ich es wohl doch aushalten könnte.
Ich mag die Vielfalt der Stadt. Das ist ganz schön schwer in einem Bild festzuhalten. Wien ist eigentlich eine Collage – aus schönen Gründerzeithäusern, Gemeindebauten, Parks, Schrebergärten, landwirtschaft, Schlössern und Burgen.
Aber das Schloss Belvedere zeigt die schönen Seiten und das kunstvolle, wobei im Hintergrund der Kran zeigt, es wird weitergebaut und man auch andere wichtige Gebäude im Hintergrund ahnt. Und Wien bietet viele schöne Aussichten, wie der Name Belvedere bedeutet ja schöne Aussicht. In Wien darf man manchmal natürlich es ironisch sehen – aber halt nicht immer.

Dieser Beitrag ist ein Teil von Emmas Projekt Tell a story