Fotochallenge: Aus dem Archiv – gemustert

auch nach paar ausgesetzten Tagen – geht es wieder weiter. Mit dem Wort gemustert.

Der Mensch versucht auch immer, der Welt seinen Stempel aufzudrücken. Er bedruckt Stoffe, bemalt Bilder, graviert etc. Sogar die Natur wird versucht in Form und in einem Muster zu pressen – siehe all die Barockgärten. Weniger symmetrisch sind allerdings die Muster und Spuren, die die Natur hinterlässt.
Ein Tier, dass gemusterte Spuren hinterlässt ist auch der Borkenkäfer.

Es gibt da unterschiedliche Arten von Borkenkäfer. Manche heißen auch nach Berufen, die Muster erzeugen wie Buchdrucker oder Kupferstecher.
Im obigen Fall ist es der Buchdrucker, die die den Käfer benannten fanden, dass die Gänge wie arabische Schriftzeichen aussehen.
durch Sturmschäden und hohen Temperaturen breitet er sich rasch aus. Selbst wenn die Forst- und Landwirte die Bäume rasch aus dem Bestand nehmen.

Fotochallenge: Aus dem Archiv – Reif

diesmal habe ich ein schönes Motto gezogen: reif

in meinem Fundus gibt es einiges, was dazu passt – aber ich liebe dieses eine Bild besonders. weil es die zartheit des Hafers hervorhebt.

Fotochallenge: Aus dem Archiv – Kitischig

wieder bin ich knapp dran, aber es gibt wieder ein Motto mit passendem Bildmaterial.

diesmal ist es das Wort kitschig.

Was ich diesen Winter wirklich vermisse, sind die schneebedeckten Kitschwinterlandschaften. Schnee macht im Winter alles viel schöner! Nichts ist schlimmer für mich wie so grauer grauslicher eintöniger Februar. Bäh. Vor allem schockt es mich, wenn schon andernorts Bärlauch geerntet wurde. Klar ist er schmackhaft, aber der Klimawandel. Betrügt mich nicht um meine schönen Winterlandschaften, wie diese hier.

Fotochallenge: Aus dem Archiv – perfekt

das heutige Wort ist perfekt.
Ich finde es relativ schwierig, da ich immer wieder meine Bilder mit kritischem Blick betrachte. Mal ist es mir zu unscharf, das Motiv zu klein, das Motiv ist zu hoch, zu tief, zu weit rechts oder zu weit links im Bild. Es ist verschwommen, etc. Wobei oft hier der Zufall auch eine Rolle spielt. Hier hat ein Huhn geglaubt, sie muss schon Ostern etwas vorverlegen und hat das Ei eben auf die Wiese gelegt.

Fast noch schwieriger als das perfekte Foto zu machen, ist, das perfekte Ei zu kochen.
Was perfekt ist, hängt natürlich auch vom Geschmack ab. Ich mag eher sehr weiche bis weiche Eier. Das beste finde ich natürlich den Dotter.
Ei mit Doppeldotter
Leider sind Eier mit Doppeldotter doch eine Rarität.
Zu einem perfekten Ei gehört auch ein guter Ursprung her – Bio ist ein Muss. Man merkt auch die Qualität beim Kuchen backen. Die Eier von den Hühnerchen am Hof meiner Schwester (Bioplushühner) färben so stark, dass die Kuchenböden in einem wirklich kitschigen dottergelb leuchten.

Was ist für euch das perfekte Ei?

Fotochallenge: Aus dem Archiv – neugierig

das Wort Nr. 3 ist: neugierig

das war für mich klar, diesmal gibt es ein Tierfoto. Immerhin sind Tiere doch auch sehr neugierig. nur die Frage war Rind oder Katze.
Ich hab mich doch dann für das Rindvieh entschieden. Es ist schon phänomenal, wenn sich was draußen tut, ist der bis zu dem Zeitpunkt leere Auslauf voll. Die Kühe sind dankbare Zuschauer, sie versuchen natürlich den besten Platz zu ergattern und raufen um die Plätze. Nun ich kann sie verstehen, fressen und liegen scheint zwar angenehm zu sein, aber ohne Netflixaccount doch etwas öd.

Fotochallenge – Aus dem Archiv: praktisch

Fotochallenge

heute habe ich folgendes Wort gezogen: praktisch

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praktisch ist etwas, was gut zum Gebrauchen ist und zweckmäßig.

Als Kind und vor allem als Jugendliche war praktisch – bezüglich Kleidung aus dem Mund meiner Frau Mama, ein Ausschlußgrund genau diese Kleidungsstücke zu wollen. Mit Hände und Füße wehrte ich mich, so bezeichnetes Gewand anzuziehen. Deswegen waren Holzschuhe für mich ja sehr anziehend, da Mama die als unpraktisch bezeichnet hatte (Oh, ton: die verlierst du ja eh immer, da kannst du nicht gescheit gehen – zieh Klapperl an, die sind ja viel praktischer) Nun, so praktisch waren Klapperl für sie auch nicht, weil sie ja doch die Holzschuhe für die kurzen Wege wie zur Wäschespinne oder zum Hühnerstall oder in den Garten anzog. Ich vermute mal, es war für sie immens unpraktisch, wenn die Holzschuhe gerade im Gebrauch waren, oder bei einer anderen Haustüre waren, als sie gerade die Holzschuhe brauchte und deswegen die Aussage, dass die unpraktisch sind. Irgendwann in den 2000er Jahren lösten doch die Crocs oder die Billigcrocimitate zum teil die Holzschuhe ab. Wobei diese jetzt wieder von den Holzschuhen abgelöst werden. Naja, nachhaltiger sind diese Teile doch schon, als die Crocs. und selbst ältere Exemplare schauen noch immer besser aus, wie die alten ausgelatschten Plastikdinger.

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

blau, blau, blau sind alle meine Kleider – Tell a Story

ich wollte gerade schreiben, dass das kein Wunder ist, dass ich nur ein blaues Kleid habe, mein Blaudruckdirndl. Allerdings geht der Trend zum Zweitkleid, welches allerdings nicht blau ist.

Nun aber Blau, blau, blau sind alle Kleider, die ich selbst genäht habe. Und das ist eben das Blaudruckdirndl.
So sehr ich es auch bewundere, wie manche Nähen können – für mich ist es eher eine Sisyphusarbeit. Ich bewundere die Leute, die etwas nähen können und es wirklich gut ausschaut. Nur bei mir war es nicht so, die Nähte waren wie mich die Lehrerin oft daran erinnerte nicht gerade – sondern schiach. Trotzdem ist das Dirndl doch passabel geworden und da hat sicher die Lehrerin oft genug rettend eingegriffen. Zumindest habe ich damals trotzdem ein Befriedigend für das Kleid bekommen. Für mich im Nachhinein gesehen doch nicht so eine Enttäuschung, da ich beim Nähen nie eine Einserkandidatin war.
Das Kleid habe ich zum letzten Mal beim Maturaball getragen. Ich fand leider kein Foto vom Kleid.
Allerdings war ich mal auf einem Markt und da habe ich am Stand der Blaudruckerei Wagner, einer der 2 Blaudruckereien in Österreich, die Stoffe und eine Model fotografiert.

 

Ich finde die Geschichte des Blaudrucks spannend. So lernt man, dass der Name Blaudruck irreführend ist, weil mit Papp gedruckt wird – aber mit Blau gefärbt. Vor allem haben Blaudrucker oft die Stoffe von Kunden bedruckt, meist Bauern die ihr Leinen selber mitbrachte. Lein war eine wichtige Pflanze im Mühlviertel – das zeugen noch einige Flurnamen wie beispielsweise Haarstube, Weberorte wie Haslach oder Helfenberg oder kulinarische Spezialitäten wie die Leinölerdäpfel.

und irgendwann will ich a.) wieder in mein Dirndl reinpassen und b.) mir ein anderes mit einem selbstgewählten Muster nähen (lassen). Ich tendiere da natürlich zu pflanzlichen Motiven wie Getreideähren – wie auf der Model abgebildet- oder Hopfendolden

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Das ist ein Beitrag zu Emmas Tell a Story.

tanzende Derwische

die tanzenden Derwische sind mein Beitrag für das dieswöchige Motto – Fremdes von Emmas Fotoparade Tell a Story.

Für mich sind die tanzenden Derwische das exotischte, das ich bis jetzt gesehen habe.
wie ich mit meiner Cousine in Istanbul war, haben wir durch Zufall erfahren, dass an einem Abend, an dem wir in Istanbul waren die Tanzenden Derwische da waren. Wir haben dann spontan uns entschieden die Derwische zu sehen und dafür eine andere Touristenattraktion sausen zu lassen. Zurecht.

tanzende Derwische

Derwische sind Mitglieder eines mystischen islamischen Ordens, die den Sufismus praktizieren. Das Kernland der tanzenden Derwische war eigentlich die Gegend um Konya. Atatürk hat die tanzenden Derwische verboten. Jetzt sind die rituellen Tänze wieder erlaubt, aber unter dem Deckmantel als kulturelle Vereinigung.
Wir haben dann nach der Suma mit den Derwischen auch gesprochen, das war äußerst spannend und sie haben uns bereitwillig die Fragen beantwortet. Beispielsweise haben sie uns ihre Instrumente erklärt und auch dass sie immer eine bestimmte Handhaltung beibehalten. Eine Handfläche immer nach unten zeigend und die andere Handfläche nach oben zeigend um die Verbindung zu Erde und Himmel zu halten. Mehr Infos gibt es beispielsweise hier.


hier eine Vorstellung der Derwische in Istanbul, die ein Nutzer auf Youtube hochgeladen hat.

Die Wissenschaft erlernst du mit Hilfe der Schriften, die Kunst durch Übung, aber die Entfremdung kommt dir durch Gesellschaft zu.

Rumi

Rumi, der Mystiker und Gründer des Mevlevi-Ordens hat viel geschrieben. Noch immer ist einiges von ihm wie auch noch heute gültig und nicht zu seiner Lebenszeit im 13- Jahrhundert.

Fremdes find ich meist sehr interessant und bereichernd. Man kann dazulernen. Allerdings gibt es Dinge die mir auch fremd bleiben und ich hoffe mir immer fremd bleiben werden. Das wäre unter anderem der momentan starke Fremdenhass in Österreich. Dadurch fühle ich mich momentan von der Gesellschaft in Österreich schon etwas entfremdet.

Vertrautes – Tell a story

Bücher

Bücher sind für mich Vertraute und Vertrautes. Meine Eltern hatten schon viele Bücher und ich hatte als Kind allein schon mehr Bücher, wie die ganze Familie mancher Schulfreundinnen. und auch mit meiner Berufswahl entschied ich mich für die Bücher, das andere wäre etwas im Bereich Natur gewesen. Leider lese ich weniger, wie ich wollte. Aber trotzdem nehme ich mir Zeit und lese Bücher die ich mag nochmals und nochmals und nochmals. Ich lerne zwar gerne neue Welten und neue Gedanken kennen, allerdings kehre ich gerne in den Gedankenwelten zurück, die mir besonders gut gefallen haben. Das sind die, wo ich bei den Romanen und Dramen nicht nur die Landschaft, die Charaktere und die Szenarien mag, sondern auch der Schreibstil. Es gibt Stellen, die lese ich und hab noch immer das Gefühl wie beim ersten Mal lesen und spüre den Schmerz, die Sehnsucht, das Humorvolle und das Liebevolle.

Bei den Sachbüchern hingegen muss ich noch einverstanden mit dem Großteil des Geschriebenem sein. Manche sind dann nach ein paar Jahre historisch interessant, wie sehr sich da die Meinung gewandelt hat.

Das ist mein Beitrag zu Emmas Tell a story und zu Kerkis Leben mit Büchern.

alt aber trotzdem gut – Tell a Story

ich höre als Landwirtstochter von vielen Städtern und Nichtbauern, dass Bauern ständig mit den fettesten Traktoren herumfahren und immer die neuesten Maschinen kaufen. Bei diesem Vorurteil sehe ich wirklich rot. Als Bauer wäre es wirklich super, wenn man sich nicht so genau überlegen muss es zu kaufen ohne auf den Kontostand zu achten bzw. ob es sich auszahlt einen Kredit aufzunehmen. Immerhin sind es Investitionen zur Produktion – die doch gewissermassen nicht nur vom Geschick abhängt, sondern auch von den äußeren Umständen wie dem Wetter.

Die Realität zumindest bei den Bauern die ich kenne ist, dass natürlich Maschinen neu gekauft werden, aber dass manche wirklich sehr lange genutzt werden. Es ist oft aber so, dass Bauern eine Gemeinschaft bilden um sich eine größere Maschine anzuschaffen, die sie beispielsweise nicht so oft brauchen oder einen anderen Bauern mit dieser Maschine via Maschinenring kommen lassen, der die Arbeit dann erledigt. Ich finde das macht auch Sinn und ist ressourcenschonend. Allerdings ist es auch häufig so, dass Maschinen wirklich lange benutzt werden und viele Landwirte sind fähig ihre Maschinen auch selber zu reparieren, ohne dass sie in eine Werkstatt fahren müssen.

Sowohl beim Anbau als auch bei der Ernte von den Erdäpfeln/Kartoffeln sind die in meiner Herkunftsfamilie benutzten Geräte alt. Wie alt die Maschinen genau sind, weiß ich nicht. Da jetzt April ist, stell ich euch die Setzmaschine vor.

Erdäpfelsetzmaschine
Dies sogenannte Erdäpfelsetzmaschine besteht aus einem Korb, in dem man die Erdäpfel hineingibt. Unten ist eine Öffnung, wo die Personen, die an den beiden Arbeitsplätzen der Maschine sitzen, diese entnehmen können. Die Personen geben dann den einzelnen Erdapfel in den Sektionen eines langsam drehendem Speichenrades, der sie dann durch durch ein Rohr in die Erde befördert. Die Pflugscharen sorgen noch dafür, dass über der Kartoffel die Erde angehäufelt wird. Auf Wikipedia wird diese Art von Erdäpfelsetzmaschine als halbautomatisch und mittlerweile schon als historisch betrachtet. Diese Art war auch bis Anfang der 1960iger der Standard. Danach kam die Vollautomatik.
erdäpfelsetzen

Nachdem man diese Arbeit auch nur einmal im Jahr macht, finde ich sie nicht eintönig und sehe es als Abwechslung zu meiner bezahlten Arbeit in Wien. Ich finde auch die Sitze sehr bequem und formidabel. Sie haben aus meiner Sicht sogar Potential Kultsitzgelegenheiten zu sein. Diese Form, perfekt der Anatomie des Gesäßes angepasst und diese Löcher sind schon sehr stylish.

Der Anbau von Erdäpfel/Kartoffel erfolgt Ende April, Anfang Mai. Da gibt es auch den Merkspruch: „Setzt man mich im Mai, komm ich glei – setzt man mich im April, komm ich wann ich will.“

das ist mein Beitrag für Tell a Story zum Thema – Altes von Emma