Farbkleckse

wie immer sehr knapp in der Zeit bzw. über der Zeit kommen meine Bilder zu Paleicas magische Mottos.
Paleicas MM
Diesmal waren es Farbkleckse. Ich finde ein sehr schönes und passendes Thema.
Ich liebe den Herbst und vor allem, wie sich die Bäume verfärben. Am schönsten finde ich da die Birnenbäume, da das Laub sogar dreifärbig ist. So ein Birnbaum sieht da schon wie gemalt aus. Alle meine Bilder bilden einen Birnbaum ab. Wie ich noch daheim wohnte, stand er vor meinem Zimmer und ich hörte das Rauschen seiner Blätter und ich konnte oft die wundersame Farbgebung bewundern. Die Blätter sehen wie gemalt aus.


Er ist schon sehr alt

und überragt so manch andere Bäume. Selbst wenn sie nicht so krumm gewachsen sind wie der Apfelbaum im Vordergrund.


die obere Etage hat sich in Schale geworfen


die Früchte verschwinden fast im Schein der Blätter


der Frühherbst in Farben ausgedrückt


Farbexplosion


als würde der Baum in Flammen stehen

3 Männer im Schnee

nein, das wird kein Game of Thrones Eintrag! Wobei das auch zu meinen anachronistischen Sehgewohnheiten gehört. Zwar leben wir jetzt im Glanzzeit der Seriendramen: GOT, Peaky Blinders, Breaking Bad, House of Cards… allerdings habe ich auch eine Vorliebe für leichte Unterhaltung aus österreichischer und deutscher Feder aus den 50iger bis 60iger Jahren.

Ich möchte hier über die Verfilmung von Erich Kästners: „3 Männer im Schnee“ sprechen, der sowohl anachronistisch altmodische Komödie ist und anachronistisch im Winter spielt schreiben.
Das Buch habe ich mehrmals gelesen, aber ich hab noch öfters den dazugehörenden Film geschaut. Ich liebe einfach die Komik, die Geschichte und die Szenerie in diesem Film.

Die Handlung ist simpel, ein Millionär namens Schlüter, bzw. im Buch Tobler (wobei ich den Filmnamen mehr mag) gibt sich als armer Schlucker aus und fährt so als Gewinner eines Preisausschreibens in das Grandhotel. Seine besorgte Tochter ruft dort an und bereitet die Hotelbelegschaft darauf vor. Ganz allein hat sich Schlüter doch nicht ins Abenteuer gewagt und sein Diener Johann begleitet ihn als wohlhabender Mann. Dort lernen und freunden sie den 2. Gewinner Fritz Hagedorn kennen ein derzeit arbeitsloser Werbefachmann. Es kommt, wie es kommen muss. Hagedorn wird für den verkappten Millionär gehalten, während Schlüter eh natürlich Schulze die kalte Schulter gezeigt wird.

Die Story ist großartig, der Text ist komisch, aber wie sie es auf die Leinwand transferien ist Goldes wert.

„Tun Sie nicht als ob sie lesen könnten, das glaubt Ihnen doch keiner.“

und manchmal reicht da auch nur die Mimik, damit man zum Lachen anfängt.
Der Schnitt ist wunderbar und vor allem die Landschaft. Ja, die Landschaft vor allem viel Schnee, ganz viel Schnee, wie es sich für einen richtigen Winter gehört. Da kann sich HBO einiges von dem deutschen bzw. österreichischen Film aus den 50iger Jahren lernen…
Ja, diese FS2 bzw. ORF2 sonntag NM-Filme von anno dazumal mögen vielleicht anspruchslos zu sein, aber sie sind unterhaltsam.