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3 Männer im Schnee

nein, das wird kein Game of Thrones Eintrag! Wobei das auch zu meinen anachronistischen Sehgewohnheiten gehört. Zwar leben wir jetzt im Glanzzeit der Seriendramen: GOT, Peaky Blinders, Breaking Bad, House of Cards… allerdings habe ich auch eine Vorliebe für leichte Unterhaltung aus österreichischer und deutscher Feder aus den 50iger bis 60iger Jahren.

Ich möchte hier über die Verfilmung von Erich Kästners: „3 Männer im Schnee“ sprechen, der sowohl anachronistisch altmodische Komödie ist und anachronistisch im Winter spielt schreiben.
Das Buch habe ich mehrmals gelesen, aber ich hab noch öfters den dazugehörenden Film geschaut. Ich liebe einfach die Komik, die Geschichte und die Szenerie in diesem Film.

Die Handlung ist simpel, ein Millionär namens Schlüter, bzw. im Buch Tobler (wobei ich den Filmnamen mehr mag) gibt sich als armer Schlucker aus und fährt so als Gewinner eines Preisausschreibens in das Grandhotel. Seine besorgte Tochter ruft dort an und bereitet die Hotelbelegschaft darauf vor. Ganz allein hat sich Schlüter doch nicht ins Abenteuer gewagt und sein Diener Johann begleitet ihn als wohlhabender Mann. Dort lernen und freunden sie den 2. Gewinner Fritz Hagedorn kennen ein derzeit arbeitsloser Werbefachmann. Es kommt, wie es kommen muss. Hagedorn wird für den verkappten Millionär gehalten, während Schlüter eh natürlich Schulze die kalte Schulter gezeigt wird.

Die Story ist großartig, der Text ist komisch, aber wie sie es auf die Leinwand transferien ist Goldes wert.

„Tun Sie nicht als ob sie lesen könnten, das glaubt Ihnen doch keiner.“

und manchmal reicht da auch nur die Mimik, damit man zum Lachen anfängt.
Der Schnitt ist wunderbar und vor allem die Landschaft. Ja, die Landschaft vor allem viel Schnee, ganz viel Schnee, wie es sich für einen richtigen Winter gehört. Da kann sich HBO einiges von dem deutschen bzw. österreichischen Film aus den 50iger Jahren lernen…
Ja, diese FS2 bzw. ORF2 sonntag NM-Filme von anno dazumal mögen vielleicht anspruchslos zu sein, aber sie sind unterhaltsam.

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Leseempfehlung: Der Artikel von Alexia Weiss in der Wienerzeitung.

Die Dame schreibt, aus welchem Grund man gewisse Fotos veröffentlicht oder nicht veröffentlicht. Ich stimme dem zu.
Raureif

Ich will nicht wissen wie ein Täter aussieht, ich will seinen oder ihren Namen nicht wissen und auch sein oder ihr Gesicht nicht sehen. Ich will nicht, dass er oder sie dann noch berühmt wird mit seinem tun. Ich wünsche, ich werde nie so einem Menschen persönlich begegnen.

Ich will auch nicht die Menschen sehen, wie sie einem Terror zu Opfer gefallen sind. Wo man genau sieht, was passiert ist. Ich will nicht wegsehen, aber ich will auch diejenigen, die dies hervorrufen auch nicht Grund geben sich zu freuen.

Ich will allerdings nicht die Opfer vergessen, die Welt soll sehen – aus welchen Umständen Menschen wegen Terror herausgerissen werden. Aus glücklichen Kindertagen, aus erfüllten Beziehungen oder aus einem Leben mit guten Freunden.