überlebt

ein Leserbrief aus den Nachrichten, aus einer Perspektive – die nur wenige sehen.

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Leserbriefe
Oha, EHEC!

Wir haben wieder einen neuen Skandal. Gottlob haben wir den Rinderwahn, die Vogel- und die Schweinegrippe überlebt, aber EHEC könnte uns jetzt den Garaus machen! Haben Sie schon Angst? Ich schon ? aber um die Existenz unserer Gemüseproduzenten und Bauern, nicht um meine Gesundheit! Ich bin überzeugt, dass ein gesunder Körper genug Abwehrkräfte hat, um damit fertig zu werden. Es ist selbstverständlich, dass ein Säugling eine Sechsfach-Impfung aushalten muss und es schockiert mich, dass Menschen Angst haben, wenn sie eine Gurke essen. Gemüse, das gestern noch als gesund, vitaminreich und frisch angepriesen wurde, wird heute tonnenweise vernichtet. Ein Frevel!

Liebe Konsumenten: Esst mit ruhigem Gewissen das Fleisch, die Eier, die Milchprodukte, Obst und Gemüse, das wir Bauern für Euch produzieren, denn wir arbeiten sorgfältig, gewissenhaft, ständig kontrolliert und trotzdem noch gerne! Aber ? wie lange noch?

Leopoldine Wimmer,

Bäuerin aus Eberstalzell

wider dem Biederen

Narrenschiff von Reinhard Mey fällt mir ein,

wenn ich mir das Cover von dem Buch
Reformen ohne Tabu ansehe.

Ich glaub das ist ganz interessant, dieses Buch und hoffentlich ein Anstoß zur Veränderung. Es kommen immer Anstöße zur Veränderung – soviele Leute habens satt. Den Stillstand und das beharren auf den Status Quo. Es heißt, wer will das die Welt so bleibt wie sie ist, der muß sie ändern. Doch dazu sind die politischen Kräfte in Österreich nicht im Stande. Die Regierung ist ideologisch jeweils so verbohrt, dass sie keinen Schritt aufeinanderzumachen, weil sie dem Anderen keinen Erfolg vergönnen. Kanzler Faymann von der SPÖ leiht sein Ohr, wie es mir scheint, nur generell dem Boulevard, der unauffällige Vizekanzler muss erst beweisen, wie unabhängig er ist und hat mit seiner ÖVP zu kämpfen, die sich den Todestrieb hingibt. Die Opposition ist wie die Regierung einander uneins. Die Grünen geben sich der Selbstzufriedenheit hin, weil sie gut sind und eh gegen allem Kapitalismus, AKWs und faschistischen Kleinbürgertum ist. Das BZÖ ist nur mehr eine Randerscheinung, weil auch Haider nicht mehr so große Wirkung zeigte wie bis 2010, weil sich im BZÖ-Lande Kärnten, die Freiheitlichen in Kärnten doch wieder mit der FPÖ verbandeln will (Überlebenstrieb)und dadurch endlich zwar mit Volksbefragung einen fragwürdigen Kompromiss in der leidigen Ortstafelstreit zustimmt. (nach mehr als 50 Jahren – ein Armutszeugnis für den Staate Österreich). und dann ist ja er, der Umfragedominator, der blaue Superheld HC Strache. Jung und modern mit den alten Werten, die mit 1945 begraben werden hätten sollen. Es umweht ihn und seine Kameraden ein besonderer Duft, den ich als übel empfinde.

Dann gibt es noch die Medien, die die Leute in einem Augenblick hochjubeln und dann wieder fallen lassen. Hauptsache die Schlagzeilen klingen gut und schlagen ein wie der Blitz. Dass der Blitz verheerendes anrichtet ist ja wurscht. Wurscht, dass dann die ganze Moral abgefackelt ist und an den Mauern der Brandstatt klagen die Brandstifter und Anstifter der miesen Politik ein Klagelied. Die Anbiedermänner (Danke Papa für den Begriff!) betteln dann um Aufmerksamkeit und werfen sich in der von den Löschversuchen schmierigen Asche nieder und vollziehen den Kotau um weiter in den Bildundbuchstabengeschwurbel des Boulevards aufzutauchen. In Anlehnung an Max Frisch könnte man dieses Stück Elend als „Anstifter und Anbiedermann“ bezeichnen. und was wird in das Stück von Frisch angeprangert? Die Feigheit der Leut. Die Feigheit vor dem Offensichtlichen um ja nicht aufzufallen. Frisch sieht ja die beiden Brandstifter apolitisch, aber er charaktisiert in dem Filmausschnitt hier das als Sellbstzerstörung des Biedermannes.

Ich glaube viele die sich politisch beschäftigen haben die Selbstzerstörer satt, und noch mehr interessieren sich nicht – aus Selbstschutz? Aus Selbstschutz mischen sie sich nicht in ihre eigene Angelegenheit ein. Doch dann gibt es die, die darüber wütend sind und die schreiben Bücher wie das obengenannte, überlegen Parteineugründungen, vergessen das gute Benehmen und sagen, was sie von den Politprotagonisten halten – wie Herr Treichl: „Feig und blöd“ – oder versuchen die Apathie einzureißen in dem man die Bürger zu Initiativen aufruft wie Frau Rohrer. Das ist wahrer Selbstschutz. Zumindest kann man sich dann nicht vorwerfen nix getan zu haben.

die Große Faschingskrapfenverkostung:

oder Jourdoux zum Dritten.

Auch diesmal fand sich eine ehrenwerte runde, bestehend aus Katha, Doris, Titi, Lena, Sanja, Nina, Elfi, Horst, Christoph, Johannes, Martin und mir zusammen um Faschingskrapfen von den besten Konditoreien aus ganz Wien und auch einen aus Salzburg und drei Oberösterreicher zu verkosten.

Auf dem Nachhauseweg spricht ein Plakat dass an, was ich innerlich füllte eh fühlte.
Profil Häuplplakat

Nun, es waren insgesamt über 20. Wir verkosteten aus Wien Ströck, Sluka, Klement, Heiner, Mühlenbrot, Demel, Cafe Central, Gragger, Meinl, Woloszyn, Pauser, Blocher, Hübler, Olsböck, Aida, Gerstner, Oberlaa und den vielgerühmten Groissböck. Obwohl nachgefragt, hatten weder Fruth noch Landtmann welche. Dazu kamen die „Ausländer“ Cafe Bazar aus Salzburg, Urbann aus Wels und die drei Linzer: Brandl, Honeder und Jindrak.

Lena scheint bereits vor der Verkostung zu wissen, wer gewinnt. Ihr Favorit!!!
Jourdoux

Nach dem Abwiegen und Auseinander schneiden wurde verkostet. Bewertet wurden Aussehen, Konsistenz, Marmelade und Geschmack.
Was macht einen richtigen Faschingskrapfen aus: ein guter flaumiger Teig, mit fruchtiger Marille.
Rum gehört im Teig und auch der Teig gehört mit Dottern gemacht. Angeblich gehört kein Rum ins Marmelade. Aber ich persönlich finde den Geschmack ganz gut, im Gegensatz zu den Maroniherzen, wo der Rum oft den Maronigeschmack erschlagen hat.

Ich bin bei Schmalzgebäck wie Faschingskrapfen eher heikel. Bauernkrapfen (das sind DIE Krapfen für mich – ess ich am liebsten brennheiß, erkaltet verehre ich sie nicht besonders. Bei Faschingskrapfen wäre es genauso, wenn nicht da die Marmelade wäre. Die Linzer Unsitten erstens Marmelade in die Krapfenmitte zu geben dann noch dazu die Krapfen sowieso verkehrt zu essen (Unterseite nach oben) bereitet mir Kopfschütteln. Da find ich ja die Methode besser. Den Krapfen mit Marmelade vollzustopfen. (Am besten bis er fast platzt). Auch wenn für mich die Marmelade am wichtigsten ist, muss für mich der Teig mit vielen Dottern gemacht werden, dass es eine schöne Farbe ergibt und gut gegangen sein – Ich mag sie auch nicht zu dunkel gebacken. Ein wichtiges Kriterium ist auch das Fett, der ein Geschmacksträger ist. So hat sich so manch Geschmack auch auf die Faschingskrapfen rübergeschmuggelt. Z.B.: hatten wir ein Exemplar, dass nach Fisch und eines nach Langos roch. (Am besten sind Butterschmalz und neutrale Öle). Wenig Freude habe ich, wenn ein Krapfen sich zu viel angesoffen hat mit Fett. Das passiert laut meiner Mutter, wenn das Fett zuwenig erhitzt ist.
Bei der Marmelade haben wir auch einige Schummler gehabt. Wenn sie sehr hell und chemisch bzw. manchmal auch apfelig schmeckt, dann ist sie gestreckt mit Apfelmus. Dabei würde man erwarten, dass beste Marillenmarmelade von Darbo oder gar von Staud verwendet wird. Sluka hatte übrigens sogar wirklich Staudmarmelade verwendet wie Nachforschungen ergeben. Dafür war der Krapfen auch der teuerste mit 2 Euro 20.
Billigster war Blocher, dessen Krapfen uns wenig mundete.

Mehr als der Preis sagt der Geschmack aus und da siegte der Faschingskrapfen von Jindrak vor der Konditorei Oberlaa und Groissböck.

aber auch Zeitungen machen Krapfentests und bei den Oberösterreichischen Nachrichten wurde der Jindrak nur dritter.

von Katzenjammer keine Spur…

Eine herzliche Angelegenheit

Am letzten Sonntag war das Jour doux mit @queenofsoup, @doRisR, @kathaesskultur, @titlaflora und Elisabeth.
Wir haben Maroniherzen aus tout Wien verkostet – insgesamt 25 Stück.
Sie haben sich von der Form, Größe und auch vom preislichen her sehr unterschieden.
Das leichteste Herz von einer Konditorei war das von Blocher in der Stiftgasse mit 20g, das schwerste mit 59g war das von AIDA. Um 3,90 € war bei der City-Confiserie das teuerste Herz zu haben während mit je 1,40 € die Herzen waren Blocher und Eibensteiner am billigsten waren.
Von der Größe her hat es die dünnen grazilen gegeben und die foasten Maroniherzen. Es gab im Prinzip 2 Formen, die Maroniförmigen – die glaub ich allen beteiligten am besten gefielen, vor allem wenn ein schöner Spitz war und die Herzförmigen. Die Glasur war bei manchen glänzend, bei anderen eher matt – bei manchen sehr gleichmäßig, das es schon aussah wie ein Herz aus Kunstleder anstatt aus Schokolade und die, wo die Schokolade weggeblasen wurde.
Innen drinnen war die Füllung der Herzen von hell bis dunkel – fein bis bröckelig.

Das perfekte Herz vom äußerlichen in unseren Augen wäre gewesen: eine dünne glänzende Schicht Schokolade mit heller, cremiger Füllung und eine schöne Maroniform.

Geschmacklich war für mich besonders wichtig, dass sie „maronig“ und gar nicht beziehungsweise nur sehr dezent nach Rum schmecken und sich die Maronimasse mit der Schokolade sehr gut verbinden kann.

Wie die DoRisR in ihrem Blogeintrag erwähnte konnten sich die schönen geschmacklich oft nicht durchsetzen.

Ich war ehrlich gesagt sehr enttäuscht, wie viele nicht oder nur geringfügig gut schmeckten.
Viele hatten billige Schokolade zum überziehen verwendet, die einen schlechten Nachgeschmack hinterlassen, dann kommt noch dazu, dass Maroni oft eher mindere Qualität haben und eine einzige schlechte Maroni, wie Katha sagte, die ganze Masse einer Charge zusammenhauen kann. Trotzdem frag ich mich wie dann die ganzen Fremdaromen wie: Gasthaus, Schnitzel, Heustaub, Apfelmus und so weiter auf diese Spezzialität übergehen konnten – grad Konditoreien müssten sich mit der Lagerung gut auskennen.

Trotzdem kürten wir aus der Menge der Geschmacksverirrungen folgende 3 als die besten Wiener Maroniherzen, die diesen Namen auch verdienen:

Platz 3. erhielt Café Central, eine der berühmteren Wiener Kaffeehäuser
Form: groß, glänzend, ergonomische Griffmulden – Geschmack: rumig, cremig, süß
Platz 2. erhielt die Konditorei Sluka
Form: flach und mit Milchschokoboden – Geschmack: maronig, cremig, bisschen rum
Und Platz 1 machte die Schokoladenwerkstatt Woloszyn
Form: sehr unkoordinierte Freestyleform – Geschmack: maronig, sehr cremig, nicht mehlig
Eibensteiner Maroniherzen die zu den besten gehörten, laut Aussage der Verkäuferin beim Reimer auf der Wollzeile befand sich zwar 2 oder 3 mal darunter – aber nicht unter unsere Sieger. Die Frage nach der Frische erübrigt sich übrigens, weil jeder schwört sie am Morgen frisch hergestellt zu haben.

Ich habe nachgezählt und auf meinem Bogen ganze 11 Sorten Maroniherzen mit 4-5 oder mit einem kompletten Fetzen bewertet. Diese große Menge an unbefriedigenden Geschmack beziehungsweise die untere Mittelmäßigkeit der anderen löste bei mir ehrlich gesagt etwas Frust bzw. Zweifel an meine Geschmacksnerven aus.

Den Magen, obwohl wir von jedem Maroniherz nur ein kleines Eckchen kosteten, haben wir dann mit kräftiger Kost oder wie deutschen sagen „herzhafter Speisen“ wie die Heringssalate, Couscoussalat, Topfenkäse und ein gutes Gläschen Wein und last but not least Kathas sagenhafte Schwedenkräuter wieder ordentlich eingerenkt.

Waffeln

kannte ich früher nur aus der Kinderliteratur wie z.B. diverse Bücher von Astrid Lindgren. Später kam ich drauf, dass damit sicher keine Mannerwafferl gemeint sind.
Seit paar Jahren habe ich auch ein Waffeleisen.
doch welches Rezept nehme ich für Waffeln? Bei den süßen Waffeln hatte ich Probleme, weil sie mir entweder zu süß waren oder zu sehr nach Ei geschmeckt haben.
In Schweden habe ich dann allerdings den idealen Waffelteig für süße Waffeln entdeckt, das super funktionierte. (Mit den pikanten Waffeln hab ich in der Hinsicht ja keine Probleme…)
der Vorteil von Waffeln ist, dass sie echt schnell gehen und für heute habe ich sie zum Frühstück gemacht. (Am Sonntag darf man das…)

Zutaten: 400 ml Milch, 25 dkg Mehl, 300 ml Mineralwasser, etwas Salz, 10 dkg zerlassene Butter

Zubereitung: die Zutaten zu einem Teig verrühren (am besten mit einem Mixer, weil da keine Bowerl (alias Klümpchen) entstehen. – bin aber überzeugt mit einem normalen Schneebesen ginge es auch.
tja und dann braucht man den Teig nur mehr in das Waffeleisen füllen und backen.

die Waffeln kann man dann zuckern oder mit Marmelade servieren.

Vielerlei passt auf einer Pie

darum mach ich sie sehr gerne. Egal wie man schlußendlich wirklich sagt ob Auflauf, Quiche, Tartes, pikanter Kuchen etc. Ist wohl eh nicht das gleiche, und da gibts Unterschiede aber sicher doch ähnlich. Ich meine zumindest eine Speise, die aus mindestens 2 Schichten besteht: einem Teig und Belag ev. noch eine dritte die sich als Guss schimpfen lässt.
Was als wirkliche Pie durchgeht, ist sicher vollkommen vom Teig ummantelt, was bei mir nicht der Fall ist, denn wenn mit Teig ummantelt ist es ein Strudel.
Allerdings hab ich das Rezept für den Teig als Pieteig erklärt bekommen- auf englisch von meiner schwedischen Gastmutter. Dort ist ja das Kochen mit dl gang und gäbe, auch bei Kuchen – was eigentlich praktisch ist, weil man auf die Waage verzichten kann.

Teig:
Zutaten:
2 dl Wasser und 1 dl Öl aufkochen lassen, etwas salzen und dann 3 dl Mehl dazugeben. verrühren und auskühlen la Salz, 1 dl Öl kochen, dann 3 dl Mehl dazugeben
Fülle: was sich im Kühlschrank befindet
Guß: 3 dl Milch, 3 Eier, Gewürze