Bratapfel

von der lieben Turbohausfrau, habe ich einige feine Boskoop vulgo Lederäpfel bekommen.
Das waren so richtige Riesen, die doppelt so groß wie eine Faust waren. Das war echt faszinierend. sie waren wirklich schöne Boskoop. Daheim gibt es meist die wirklich etwas grauledrigen Äpfel, mit manchmal rote Backerl. Allerdings bin ich mir wenn ich die alten Obstsortenbücher ansehe nicht sicher, ob es sich da nicht um die Graue Renette handelt.

Ich liebe diese Äpfel wegen der feinen Säure und wie sie veredelt in Kuchen, Strudel und Nachspeisen ihre Würze abgeben.

sehr passend im Advent und rund um Weihnachten sind Bratäpfel.
und jetzt muss ich etwas gestehen, ich mochte als Kind keine Bratäpfel. Dabei lieb(t)e ich Äpfel über alles. Äpfel sind für mich die Zwiebel unter dem Obst. Wenn es meine Lieblingsäpfel gibt sei es die noblen Gravensteiner oder die hausbackenen Lederäpfel oder die modernen Topaz, kann ich durchaus schon 5 an der Zahl verputzen mit Putz und Stingl. Beide Früchte haben es gemeinsam, dass sie meist gut zum gebrauchen und vielfältig einsetzbar sind. Und so nebenbei, beide Früchte harmonieren miteinander gut, aber das ist ein Fall für ein anderes Rezept, dass ich schon länger bloggen will.

Was hat mich an Bratäpfel als Kind gestört. Schlicht gesagt, es war die Fülle. übriggebliebene Nussfülle für den Striezel, Preiselbeermarmelade und dann noch Kochschokolade sagt mir nicht dazu. Diese vielen Komponenten übertünchen den Apfel und erschlagen in ihrer Übermacht den Apfel. Es ist zuviel des Guten. Ich liebe Striezel mit Nussfülle, aber die Fülle finde ich zu schwer und Restlverwertung um der Restlverwertung willen mochte ich schon als Kind nicht. Die Preiselbeeren sollen es fruchtiger machen, aber wäre nicht der Apfel schon fruchtig genug, wenn man nicht alles zwangsnussisiert? und mit der Kochschokolade wird es eh wieder so schwer oder noch schwerer wie vorher. Für mich wird der Geschmack des Apfels, der da die Hauptrolle spielen soll nicht hervorgehoben, sondern übertüncht.

Irgendwann hat meine Mama mir mal vorgeschlagen Bratäpfel zu machen auf die einfache Art, sie hat das Rezept von meiner Oma. Ich muss noch nachfragen von welcher. Es ist simpel und ich hab mir erlaubt es bisschen zu verbessern.

Die Äpfel werden entkernt. Danach setzt man sie in eine Kasserolle und füllt sie mit etwas Zucker. danach gibt man etwas Butter in die Löcher rein und füllt wieder mit Zucker auf. Dann gießt man etwas Wasser in die Kasserolle und schiebt sie ins Rohr bei ca. 180°. Ich lass sie meist etwas länger im Rohr, weil ich es mag wenn sie wirklich weich sind. Anstatt reinem Wasser, geb ich gerne als Flüssigkeit Zitronen- Orangen oder Apfelsaft oder Weißwein dazu. Ich würze die Flüssigkeit gern auch mit Zimt. Ja, es erinnert an dieses Ofenapfelkompott, dass viele Blogger machten. Allerdings spielt hier wirklich der Apfel die Hauptrolle, so wie eben in einem Apfelkompott oder im Apfelstrudel.

2 Gedanken zu „Bratapfel

  1. Freut mich, dass dir die Äpfel geschmeckt haben!
    Einen von den Woschan hab ich abgewogen, der hat tatsächlich ein halbes Kilo auf die Waage gebracht. Wahnsinn, oder?

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