Veröffentlicht in Österreich, Ernährung, Häferlgucker, Kochbuch

Es grünt so grün, wenn in den Wäldern der Bärlauch wächst

ich mag Bärlauch. Auch wenn ich den Eindruck habe, während des Frühlings wird er manchmal zu exzessiv überall eingesetzt und ich den Eindruck habe, viele Blogger machen um ihn einen Bogen. Dabei ist er so lecker. So wie generell all dieses ganze Alliumgewächse wie Porree, Knoblauch und Zwiebel.

Mittlerweile kann man ihn auch kaufen abgepackt als Bioware oder sogar beim Diskonter. Früher war es was besonderes. Ich kann mich erinnern, wie Mama und ich ihn einer alten Frau am Südbahnhofmarkt abgekauft haben. Mittlerweile sammle ich ihn selber. und ja ich lebe noch. Ich finde ihn auch sehr leicht unterscheidbar. Ich geh allerdings nicht nach dem Knofelduft. Denn nachdem man paar Blätter abgepflückt hat knofelt man ohnehin von oben nach unten. Wichtig ist, dass man bei die Stängel schaut, dass sie einzeln stehen und dass die Rückseite matt ist.

Bärlauchstangerl

Zutaten:
Teig:
500 g Mehl entweder Weizenmehl oder 250g Weißmehl und 250g Vollkornmehl gemischt
30g bis 40g frische Germ
1/8 l Wasser
1/8 l Milch
1 Ei zimmerwarm
Salz
Brotgewürz (Kümmel, Fenchel, Koriander)
50 g Öl (z.B. Rapsöl)

Fülle: Bärlauch fein geschnitten und in Butter blanchiert
flüssige Butter zum Bestreichen.
Bestreuung:
Sesam, Mohn, 1 versprudeltes Ei

Zubereitung:
Zuerst macht man ein sogenanntes Dampferl. Die Germ in etwas Wasser mit 1 TL Zucker und etwas Mehl auflösen. Dies dann warm stellen. In der Zwischenzeit Mehl abwiegen und gegebenfalls Getreide mahlen. Salz und die Gewürze unter dem Mehl mischen. Milch, Wasser und Öl leicht erwärmen (handwarm). Dann Mehl, Dampferl und die handwarme Flüssigkeit sowie das Ei zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten und gehen lassen. Dass man das Ei schon im Teig dazugibt, war ursprünglich ein Fehler meinerseits. Allerdings wird der Teig viel fluffiger und deswegen behalten wir es in unserem Familienrezept so bei.

Nach der Ruhezeit teilt man den Teig in 4 Teile und formt Kugeln. Zunächst nimmt man die erste Kugel und versucht sie so einigermaßen kreisförmig auszuwalken, mit dem Teigrad schneidet man dann ca. acht gleich große Dreiecke. Diese bestreicht man mit flüssiger Butter und am breiten Ende gibt man in der Mitte etwas Bärlauch rein. Danach rollt man das Dreieck von der breiten Seite her ein. Während dem Einrollen zieht man auch an die Enden um das Stangerl länger zu machen. Gegebenfalls kann man die Stangerl nochmals rasten lassen. Danach werden sie mit zerklopften Ei bepinselt und mit der gewünschten Zutat bestreut. Das Gebäck wird dann bei ca. 200°C ca 20 Minuten gebacken.

die Größe variiert trotz aller Tricks, aber Hauptsache sie schmecken.

sie schmecken einfach Klasse. Und wenn man keinen Bärlauch hat, gibt man einfach Knoblauch rein oder gar nichts.

Advertisements

Autor:

blog: weltbeobachterin.wordpress.com twitter: @weltbeob8erin

3 Kommentare zu „Es grünt so grün, wenn in den Wäldern der Bärlauch wächst

  1. Unser Wald ist voll davon, der duftet wie eine Pizzeria. Baerlauchpesto (sehr fein!) und Baerlauchsuppe (naja…) hab ich damit mal gemacht. Ich sollte mal rumgucken was man damit noch alles machen kann, das ist einfah zu lecker, und auch so schoen frisch und kostenlos…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s