Veröffentlicht in Buch, Ernährung, Häferlgucker, Kochbuch, literarisch gekocht

Winterlicher Genuss

Gute Küche kommt nicht nur in Kochbüchern vor, sondern auch in ganz normaler Belletristik – eher seltener in Sachbüchern. Dieser Beitrag ist die Ouvertüre meiner losen Reihe „literarisch kochen“. Es ist würdig und recht, wenn ich mit meiner liebsten Buchreihe beginne.

Der Winter naht, wenn überall Maronibrater ihre Standln eröffnen und Konditoren Maroniherzen anbieten. Weder die gebratenen Maroni noch die Maroniherzen finden bei mir keinen sonderlichen Anklang.

Interessanterweise liebe ich das Maronieis vom Molin-Pradel am Schwedenplatz oder die Maronikipferl, sei es von Oberlaa oder burgenländischer Bäuerinnen.

Momentan ist mir allerdings die pikante Maroniverarbeitung in der Suppe am liebsten. Die Suppe schmeckt wirklich delikat und so verwundert es mich nicht, dass George RR Martin in „Das Lied von Eis und Feuer“ die Lannisters sich an einer Maronisuppe laben.

Cersei set a tasty table, that could not be denied. They started with a creamy chestnut soup, crusty hot bread, and greens dressed with apples and pine nuts.

Diese Essensbeschreibungen hören sich meist sehr köstlich an, dass man es nachkochen möchte. Und auf den Blog „Inn at the crossroads“ machen sie es auch. Diese Rezepte sind teilweise auch in ein Rezeptbuch veröffentlicht. Ich hab schon daraus etwas probiert und es schmeckt auch.
Die Maronisuppe allerdings ist weder im Blog noch im Kochbuch zu finden. Meinem Empfinden nach würde folgendes Rezept aus dem Koch-und Backjournal Heft 9/2002 gut passen.

Maronirosmarinsuppe
1 Zwiebel
2 EL Olivenöl (ich: 1 TL Butterschmalz)
250 rohe Maroni (ich: 200g fertig gegarte Maroni)
½ l Hühnerbrühe (ich: Rindssuppe)
Etwas Rosmarin (frisch)
Pfeffer, Salz
1/8l Schlagobers (ich: 1 großer EL Sauerrahm)

Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden und zusammen mit den Maroni und Rosmarin in Butterschmalz kurz dünsten. Dann gießt man mit Suppe auf und würzt die Suppe mit Salz und Pfeffer. Die Suppe lässt man ca. 20 Minuten kochen. aufgießen, mit Salz und Pfeffer würzen und bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten kochen. Danach gibt man den Sauerrahm dazu und püriert anschließend die Suppe. Das Koch-und Backjournal schlägt vor 4 Maroni als Suppeneinlage beiseite stellen. Das habe ich allerdings nicht gemacht. Ich wollte sie mit gebratene Speckstückchen garnieren. Allerdings passt dies geschmacklich doch nicht ganz zur Suppe, vor allem – wenn diese dann in der Suppe untergehen und das knusprige dann wegfällt.
Fazit: Weg mit dem Speck!
Aus fotografischen Unvermögen gibt es leider kein Bild der fertigen Suppe oder sie ist nicht fotogen genug. Dafür kann ich blühenden Rosmarin anbieten.

Rosmarin

Wenn ihr Ideen habt, was ihr an literarischen gerne nachgekocht habt, nur her damit. Allerdings behalte ich es vor manche Gerichte auch abzulehnen.

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Autor:

blog: weltbeobachterin.wordpress.com twitter: @weltbeob8erin

3 Kommentare zu „Winterlicher Genuss

  1. Ha! Mit der Frage kommst du mir gerade recht. Ich mag die Krimis von Martin Walker und hatte schon länger vor, etwas daraus nachzukochen, komm aber irgendwie nicht dazu. Übernimmst du das für mich bitte? 😀

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