Veröffentlicht in Buch, Literatur, Rezension, SUB-Abbau

About Boy

Bislang machte ich eher einen Bogen um Bücher mit tierischen Protagonisten, vor allem wenn es um Erwachsenenliteratur handelt. Meist sind es Katzen, manchmal auch Schafe. Gerne lösen diese Vierbeiner auch Kriminalfälle. Merke, es handelt sich immer um Vierbeiner und die sind meist bepelzt. Für mich stellt sich die Frage: Wo bleiben die Bücher aus der Sicht von Spinnen (8 Beine), Tausendfüssler (max. 750 Beine) oder Schlangen (0 Beine)?

Das Leben ist nicht fair
Natürlich handelt das Buch, welches ich gelesen habe um einen Vierbeiner – bepelzt. Eigentlich mit ziemlich viel Fell. Zumindest, wenn man nach den Illustrationen geht. Es geht um „Boy“ einen Hund. Er ist nicht irgendeinen Hund, sondern der Hund von Peter Mayle. Ein Autor, der die Lebensansichten von „Boy“ niederschrieb. Und ja, manchmal ist das Leben nicht wirklich fair. Vor allem am Beginn leidet man mit dem bislang namenlosen Hund mit, der als Kettenhund gehalten wird. Doch er büchst aus und streunert herum bis er aufgelesen wird. Ich habe es mir nicht gedacht, aber das Buch gefällt mir. Die Gedanken von „Boy“ sind einfach nur witzig und zeugt von richtiger Beobachtungsgabe. Vor Allem, seine Ansichten über Katzen waren köstlich. Zum Beispiel hier ein Gedanke zu der Verehrung der Katze bei den alten Ägyptern.

„Die Katzen, ohnehin von Geburt an nur allzu narzisstisch in sich selbst verliebt, fanden das in Ordnung, spielten sich die Wüste rauf, die Wüste runter als Herren auf, nahmen bei König Tuts Dinnerparties einen Ehrenplatz ein, ließen sich die Pfoten mit geweihten Ölen salben, taten keinen Handstreich und befleißigten sich überhaupt eines empörenden Lotterlebens.“

Illustration des Buches
Dabei bin ich eher ein Katzenmensch, als ein Hundemensch. Zum Schluß warten noch 10 wertvolle Tipps für junge Hunde.

Meine Bewertung: Es ist eine leichte Lektüre, aber so eine – die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert, nicht weil es so hanebüchen ist, sondern weil es mit Humor gut durchwürzt ist. Ich habe zwar keinen Hund, aber ich denke so mancher Hundebesitzer wird sich denken, ja genauso ist es, so würde mein Flocki, Bello oder Waldi auch denken. Auch die Illustrationen sind hinreißend.

8 von 10 Hundeknochen

Das Buch geht zurück an Frau L., die mir das Buch geborgt hat, weil sie meinte es könnte mir gefallen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich es mir wieder mal ausborge ist gegeben.

Knallharte Katalogdaten
Autor: Peter Mayle
Übersetzer: Klaus Fröba
Illustrator: Edward Koren
Titel: Das Leben ist nicht fair
Untertitel: Erkenntnisse eines provenzalischen Hundes
Originaltitel: A dogs life
224 Seiten
Verlag: Knaur
Illustriert

ISBN: 3-426-61745-5

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Autor:

blog: weltbeobachterin.wordpress.com twitter: @weltbeob8erin

3 Kommentare zu „About Boy

  1. Ich kann alle Bücher zwischen mein erstes Jahr in der Provence bis zu Ein guter Jahrgang von Peter mayle bestens empfehlen. Als Frankreichfan wird man da herrlich entführt. Aber auch der Film von Ridley Scott, Ein gutes Jahr, basierend auf dem Buch, Ein guter Jahrgang, ist absolut sehenswert. Wenn man übrigens vor Ort in der Provence unterwegs ist und einige der Drehorte des Films besucht, ist man erstaunt, enttäuscht oder auch nur froh, es entdeckt zu haben.

    1. oh wow, für die Tipps. Es war mein erstes Buch von Peter Mayle. Mein Cousin beschreibt Frankreich immer als sein Paradies. Er hat paar Jahre lang in Paris gelebt. Ich mag die französischen Filme immer sehr gern. und das land ist so groß!

      1. Das ist es in der Tat. Aber wie bei allem Großen, man muss sich die schönen Orte heraussuchen. Paris fand ich auch immer schön, auch wenn ich meist abseits der viel befahrenen Wege unterwegs war. es macht Spaß, die Stadt zu Fuß und zu allen Tageszeiten zu durchqueren. ich habe manche Freunde damit gequält, die lieber mit der Metro schnell zum Ziel wollten. Dann war es auch lange zeit die Côte d’Azur, die mich in ihren Bann schlug. Mittlerweile hat sie ihren Reiz für mich verloren. Was ich jedoch immer gerne ansteuere, und wenn es nur für ein paar tag ist, ist Metz. Die Stadt erreiche ich aber auch schon in drei Stunden, das macht sie ebenfalls begehrenswert. Aber dieser Ort bietet so viel, um Frankreich ganz nah zu sein. Inklusive einiger Second-Hand-Platten- und CD-Läden, damit ich meinen Bestand an französischer Musik aufstocken kann. Ich liebe aber auch Oberburgund mit seiner Einsamkeit und dem vielen Grün. Am Schönsten aber ist es, einfach so drauf los zu fahren, die Küste runter, im Inland wieder rauf und dann kreuz und quer der Nase nach. Das habe ich früher ganz oft mit meinem 2CV gemacht. Da war ich mit Zelt und Keyboard ausgestattet und habe so viele schöne Orte und tolle Menschen kennengelernt.

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