Veröffentlicht in Bildung, ich, Literatur, Medien

Lesen ist einfach eine Stütze im alltäglichen Leben

dieser Titel ist mein Resümee für Tag 6 des Leseverzichts.
Nur ganz schön blöd, wenn man Anleitungen braucht und die nicht lesen kann, weil man das Experiment nicht abbrechen will.

Ok, Kochbücher sind verboten, dann mach ich das Hendl aus dem Gedächtnis. Ich bin schlecht in Hendl machen – irgendwas funktioniert nicht bei meinen Brathendln. Brustfleisch (ohne Haut) geht – aber die Keulen bringen mich zum Heulen. Estragon stand nicht im Rezept drinnen, aber passt sicher dazu. War nicht Weißwein auch dabei, gut dann verdünnter Essig – was sich als Irrtum herausstellt, da eh auch noch Zitrone reinkommt in diese Senfwürzsoße. Gut, dann mit Ahornsirup versüßen. Resultat schmeckt nicht schlecht, weiß nicht ob ich diesem Rezept noch eine dritte Chance gebe. Und soll ich mit dem Experimentieren einfach aufhören und das fertige Geflügelgewürz von Kotany nehmen?
So, ich will was übersetzen auf Englisch, darf ich das oder muss ich aus dem Gedächtnis. Ich entschied, ich darf. Und ich steh dazu. Aber trotzdem die ganze Zeit plagt mich das Gewissen war es eh nicht zuviel, was ich nachschaute. Und diese Info brauche ich auch… sehr sehr schwierig. Gut, wenn morgen der letzte Tag ist, da mach ich Pause mit allem und geh baden. Ok, da schaute ich auch nach den Infos, aber ich will ja in der Hitze nicht umsonst herumgurken.

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Aber ich merke, ohne Gedächtnis und ohne lesen hat man es schwer und verstrickt sich durch die Unwissenheit in peinliche Situationen. Eine Lehrerin (leider nur kurz in Betriebswirtschaft und Rechnungswesen gehabt) hat zu uns Schülerinnen gesagt – unser Kopf ist zu schade um öde Fakten zu merken, wir sollten nur lernen wo man es nachschauen kann. Wie recht sie hatte! Das blieb mir sehr gut im Gedächtnis hängen. Vor allem, da sie mich als Verständnislernerin so richtig ansprach, weil ich nie zu den „Auswendiglernerinnen“ gehörte und auch nie gehören wollte. Diese dumpfe brüten machte mir keinen Spaß, obwohl ich teilweise einige Texte auswendig kann/konnte. Das ist/war allerdings der Schönheit dieser Texte verschuldet. Hausordnungsprosa oder Betriebsanleitungen sind meist sehr sehr langweilig zum lesen – da grenzt es schon als Höchststrafe das auswendig zu wissen.

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Autor:

blog: weltbeobachterin.wordpress.com twitter: @weltbeob8erin

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