Veröffentlicht in Bildung, ich, Literatur, Medien

von Bügelhaufen und Bücherbergen

Leseverzicht – Resümee Tag 2 (15.7.2014)

Nichts lesen, das ist hart und dann auch nur berufliches. Gott sei Dank. Es gab Mails im Beruflichen Sinn.

Ich fühle mich von der Kommunikation und Information abgeschnitten. Drauf warten bis es Punkt ist um was von der Welt zu erfahren. Hart, sehr hart. Und dauernd versäume ich es. Das ist wie früher, wenn wir daheim beim Radio aufs Wetter warteten – beim Frühstück, zu Mittag und am Abend. Menschen die zwischen halb 8 und 8 anriefen, waren meist bei uns unbeliebt – nicht nur wegen dem Wetter, sondern auch wegen den Nachrichten. Das ist das wichtigste für Landwirte, das Wetter. Kann man jetzt silieren/heuen/dreschen/anbauen/Gülle ausführen/Erdäpfel klauben/ Forstarbeiten/etc. etc. oder doch nicht. Trotzdem beim Mailchecken les ich die Überschriften. Womit hat sich der Schweini, das nenne ich einen Namen, sich unbeliebt gemacht. Das beschäftigt mich Neugierdsnase schon, aber noch mehr beschäftigt mich ein Mail. Wie komme ich an dem Inhalt ran, wenn es offenbar auf meinem Index steht? Ich habe jetzt mal nicht so schnell mit einer Antwort gerechnet. Werde ich das aushalten können und werde ich eh nix versäumen?

Wie blöd ist das eigentlich, wenn man nicht die Regeln verletzen will, aber ans Ziel kommen will. Früher war man schlauer, zumindest beim Umgehen der Essensgebote. Ich erinnere da mal an die alten Fastenspeisen.  Otter zählten auch als Wassertiere und waren quasi Fisch. Oder die Maultaschen auch „Herrgottbscheißerl“ genannt. Die sollte ich mal kochen. So gefülltes Zeug liebe ich ja, gabs aber daheim nie. Egal heute gab es Lasagne. Gemüselasagne – aber welches Verhältnis hat noch mal die Bechamelsoße? Mama war per Telefon zur Stelle. Viel Basilikum reingeben war definitiv eine gute Idee. Mein Basilikum muss sich erholen, nachdem ich ihn so abgegrast habe, wegen dem Basilikumsirup, dass mich nicht überzeugte. Fast hätte ich schon gegoogelt ob man Bertram ins Bechamel geben kann. Hab ich schlußendlich gewagt. Wenn ich wieder lesen darf schau ich mir an, wo man es noch reingeben kann.

Ich ging in die Bücherei um Bücher zurückzugeben. Das war ein Fehler, denn ich nahm mir wieder jede Menge mit. Nicht böse sein, aber ein Buch worauf mein Blick zufälligerweise gelenkt wurde und folgendermaßen heißt: „Mord und Mandelbaiser“ so eins muss ich mitnehmen, hoffentlich liest es sich auch gut. Aber das weiß ich erst am nächsten Montag. So, jetzt habe ich ein Bücherhaufen der interessanter ist wie mein Bügelhaufen… Diesen Mount Everest sollte ich wirklich mal einebnen… Gut, dass ich meinen Job habe und nicht Büglerin bin – weil so kann ich Bücherhaufen abtragen anstatt Bügelhaufen. Es reicht mir schon mein Bügelhaufen, aber bei Bücherhaufen kriege ich Geld und es macht Spaß. Meine Bücherhaufen kann man sich schon eher als das komplette Himalaya vorstellen.

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Autor:

blog: weltbeobachterin.wordpress.com twitter: @weltbeob8erin

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