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Von Kötschach-Mauthen nach Bleiburg I

eine Reiseerzählung nach Karl May
Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar im Scheuchtume Kärnten.

Halef und ich sind per Bahn von Pakistan* nach Kötschach-Mauthen unterwegs. Grünbewaldete Berge den Bahnweg säumen den Weg, Gewässer ergänzten das Grün – nicht nur Bäche und Seen, auch der Himmel weinte, in so einer Heftigkeit, dass man meinen könnte der Himmel weine um die Zustände, die Kärnten und auch österreichweit in Angst und schrecken versetzt.

„Du Sihdi“**
„Ja“
„Ich hab mich geirrt“
„Ja“
„Es wäre besser für dich Sihdi, wenn du den Namen änderst. Kara Ben Nemsi ist nicht ehrwürdig genug, das merkte ich, seitdem ich dieses Land hier betreten habe.“
„Wieso den Halef?“
„Sihdi, die Politiker in Nemsistan besonders hier im Scheuchtum Kärnten sind so verdorben, dass die Dschehenna**** sie verschlingen möge und ich Unwissender gab dir einst den Namen Kara Ben Nemsi, nun taufe ich dich, ich Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawuhd al Gossarah dich um auf Kara Ben Ben Ben“
„Halef, die Leute kennen mich so, und in allen Büchern steht so, dass ich Kara Ben Nemsi heiße. Und du weißt ja selber, dass selbst in Arabien korrupte Leute gibt. Willst du dich deswegen umbenennen auf Hadschi Tom Sawyer Ben Hadschi Huckleberry Finn Ibn Hadschi Mark Twain?
Dieser Seitenhieb nutzte nichts, denn nach einer Weile ertönte die Stimme des Hadschis
„Kara Ben Alaman- Sihdi du bist jetzt Kara Ben Alaman“
Ich seufzte „Karl, der Vorarlberger – das sind aber auch Österreicher“
„Sihdi, ich verzweifle an dir. Du weißt doch, Die Alaman aus dem Großen Walsertal sind ehrenwerte, tapfere Leute die vom Berg ins Tal stiegen und vom Tal in die Berge. Sie entlocken den gehörnten Vieh den weßen fluss um das Gold des Walsertals zu produzieren. nichtdestotrotz, ich werde einen neuen Namen für dich finden, du magst wollen oder nicht.
Halef wendet sich ab von mir und starrt aus dem Fenster. Ich kümmerte mich nicht darum und las das Buch „Die Haidermacher“ von Hubertus Czernin, einen Chefredakteur eines Wochenmagazines, wie die Gegner von Jörg Haider Bei, seinen Erfolg förderten.
Halef litt die Stille nicht lange.
„Was bringt es ein altes Buch zu lesen, von einem Toten über die Gegner eines anderen Toten.
Es hilft mir die Leute hier zu verstehen wie sie wurden, sieh hier in dieser Zeitung.
Ich zeigte Halef einige Artikel. Halef rief entbrannt aus: „Ich habe Angst, dass muss die Dschehenna sein, Kärnten scheint ein Land zu sein, wo Milch und Honig fließt. Doch hier frönt man des Frevels in dem man das Fleisch der verächtlichen Schweine verzehrt und das noch öffentlich feiert mit einem Speckfest.“
„Halef, doch nicht den DreizeilerArtikel über das Speckfest links unten, sondern das andere Rechts.
Halef blickte mich an: „Die Leute schmähen die Demokratie – Verlassen, verlassen will ich dieses Land.

* gemeint ist Bad Gastein in Salzburg
** Herr auf arabisch
*** Österreich
**** Hölle

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Autor:

blog: weltbeobachterin.wordpress.com twitter: @weltbeob8erin

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