Veröffentlicht in Österreich, Medien, Nachdenkergebnis, Politik

eine kleine Warnung

für Politiker oder doch eher für uns Wähler? Nein, sicher für uns Wähler!

Pickerl
gefunden in einer U-Bahnstation.

ich wollte viel darüber schreiben – nur es ist so unglaublich – trotzdem glaube ich, dass was wir wissen nur die Spitze des Eisbergs oder soll ich Spitze des Drecksbergs schreiben, der unterm Teppich noch immer anwächst? Einiges wurde immer gemunkelt – doch Beweise nicht zu fassen – vor allem, wenn die 4. Gewalt (die der Information) oft selber in der Politik mitmischt.

Ich frage mich, ob es nicht langsam ein Selbstschutz ist, wenn man sich von der Politik abwendet. Meine stets sehr große Politikinteresse hat eigentlich in letzter Zeit arg gelitten. Den die Frage ist doch, wie dieser alltäglicher Dailysoap-Kleinkram, der als Politik serviert wird, sich darin erschöpft ob sich Kanzler und Vizekanzler angeschrien haben – das interessiert mich null! Mich interessiert Griechenland, mich interessiert was ist wirklich abgelaufen bei den ganzen Skandalen von der Blaufunkvergabe durch den offenbar käuflichen VP-Politiker Ernst Strasser bis zu den Zeitungsinseraten unseres lieben Herrn Bundeskanzler. Jawohl, es ist natürlich Thema – aber ich hab das Gefühl – die Debatte auch in den Medien läuft nur mehr auf diese Gefühlsebene – und ein Heuler soll nach dem anderen Heuler folgen – aber in die Tiefe gehen, das fehlt mir. Es gibt paar vereinzelte Rettungsacker inmitten des Sumpfes der Trivialität – nur weiterkommen tut man ja nicht, ein Anker hält ja auch nur fest. Ich hoffe, die Gleichgültigkeit packt mich nicht, aber ein Loslassen des unnötigen Ballastes, der Unwichtigkeiten wäre notwendig um die Dinge besser aufzuklären zu können – sei es in der Frage der Korruption, als auch in Frage der Priorität von Themen.
Ein Anfang wäre nicht alles nur weil man eine andere Meinung hat alles schlecht zu reden und ja da muss ich mich selber auch an die Nase nehmen. Auch wenn der Bote unsympathisch ist, soll man die Richtigkeit in der Botschaft achten. Oft ist unpopuläres trotzdem der richtige Weg.

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Autor:

blog: weltbeobachterin.wordpress.com twitter: @weltbeob8erin

6 Kommentare zu „eine kleine Warnung

    1. nein – so schnell lass ich mich nicht frustieren, die Gleichgültigkeit versuche ich eh zu bekämpfen – aber wenn ausnahmslos alle mehr oder weniger so agieren versteh ich die Nichtwähler immer besser. – Leider

  1. in Italien nennen sie die Mafia la familia. in österreich nennen wir sie liebevoll rot-schwarz und blau. dass diese „skandale“ (oder wie ich es nennen würde – das übliche verhalten) jetzt „plötzlich“ auftauchen, liegt nur daran, dass österreich so spät erst globalisiert wurde. Sonst gibts nichts neues im westen. oder zugegebenermaßen – dem norden balkans 😉

    1. die ORangen und die Grünen hast du vergessen! ich hoff soviel, dass es nicht wirklich das übliche verhalten ist, sondern nur Ausnahmen – trotzdem es muss auch ehrliche Politiker geben, nicht nur auf der unteren Ebene

    2. Keine angst in österreich existieren noch 9 unbäugsame provinzen in denen die familienverhältnisse noch in ordnung sind. Dort ist die erde noch eine scheibe und vor dieser vermaledeiten globalisierung sicher.
      Und so viel hat sich in letzter Zeit wirklich nicht verändert denn schon metternich hat ja angeblich festgestellt dass der balkan an rennweg beginnt.

  2. Hallo,

    Kann das sehr gut nachvollziehen was Du da schreibst – ich persönlich glaube nicht, dass ich gleichgültig bin, aber es ist mir zunehmend unmöglich mich mit österreichischer Politik verbal auseinanderzusetzen. Mir fehlen die Worte – das ist kein Kokettieren, es geht physisch nicht. Vielleichts wird wieder anders.

    Wie gehts dir in Wien?

    lg

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