Veröffentlicht in Österreich, Nachdenkergebnis, Wien erleben / Wiener leben

Dienst nach Vorschrift

Anstand geht über Höflichkeit weit hinaus. Er fragt nach den persönlichen Werten. Er respektiert, dass der Einzelne für sich nicht beansprucht, was er anderen vorenthalten würde. Anständige Bürgerinnen und Bürger legen sich selbst die moralische Latte sogar höher als den anderen. Wo lernt man das? Wie viel Zeit, Ruhe, Überlegung braucht es dafür? Und wann haben wir die?

aus der Empfehlenswerten Kolumne: Haiden am Donnerstag – die am 15.9.2011 Ludwig Adamovich zitiert.

ich denke, man soll sich sehr wohl mehr nach oben orientieren und nicht an den unteren Durchschnitt. Natürlich darf man sich dadurch nicht närrisch machen lassen. So ein Denken – grad noch im positiven Bereich, das ist die „Dienst nach Vorschrift“-Mentalität. Ja keinen Griff zuviel machen ist bei doch einigen Leuten immer die größte Maxime. Ich möchte nie „Dienst nach Vorschrift“ machen, sondern meine Leistung erbringen – ehrliche Leistung – und wenn ich mich frage, „Wos woar mei Leistung“ – dass mir viele Dinge dazu einfallen. Natürlich gelingt es mir nicht immer und man hat mal einen schlechten Tag – aber ich bemühe mich und oft glaube ich – sehe ich schon die Arbeit liegen.

Weshalb ich mir diese Gedanken mache: Heute war ich kurz vor Geschäftsschluß noch im Interspar im Donauzentrum. Die Kassiererin war noch immer freundlich und höflich – obwohl sie sicher den ganzen Tag diesen Job macht. Während Sie die andere Kundschaft schon bediente – hat sie gesehen, dass ich Müh und Not hatte meine Einkäufe zu verstauen, dann fragte Sie noch ob ich wirklich kein Sackerl haben will. Ich finde diese Aufmerksamkeit nach so einem langen Arbeitstag – bemerkenswert.

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Autor:

blog: weltbeobachterin.wordpress.com twitter: @weltbeob8erin

4 Kommentare zu „Dienst nach Vorschrift

  1. Ich finde auch, dass es ganz gleich ist, was man macht. Man sollte es nur gerne, mit Leidenschaft und gut machen. Eine freundliche Dame an der Kasse kann Dir Deinen Tag retten, ein mieser Beamter, kann ihn Dir versauen 😉

  2. @manfred nein, ich wollte keines
    @gregorios ich schreib so es mir im Kram passt – es lebe die Schreibfreiheit
    @Ellja ja genau so ist es – ich bemüh mich ja aus Leibeskräften immer freundlich und hilfsbereit zu sein, aber bei manchen Leuten vergeht einen da die Lust. Vor allem, wenn man als kleinkariert dargestellt wird – obwohl das Gründe hat (auch wenn manches meiner Meinung nach unsinnig ist)

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