Veröffentlicht in Medien, Politik

Gehässig

heute hat das von vielen gerngelesene U-Bahnblattl „Heute“ wieder sich ein „gehässiges“ Glanzstück geleistet.
nein, ich meine jetzt nicht die Sommergespräche-Geschichte mit der Thurnher – wo unser allerliebster Bundeskanzler als Held gefeiert wird – sondern die Art und Weise wie sich die Zeitung über das Zimmermädchen, die den ehemaligen IWF- Chef wegen Vergewaltigung anzeigte umspringt.

Unter dem hübschen Titel: Strauss-Kahns Stubenmädchenn kehrt wieder wird geschrieben dass die Frau ihre Arbeit wieder aufgenommen hat. Ja, diese Frau kehrt ja munter weiter, nachdem sie den armen armen Dominique Strauss-Kahn aus dem Job gemobbt hat. Was bildet sich diese ungebildete Afrikanerin doch ein. Man kann doch keinen mächtigen Mann anzeigen. Der arme Herr Strauss-Kahn muss jetzt ja nur mehr mit dem Geld vom Arbeitsamt auskommen – der arme Schlucker – nachdem er doch immer so nobel gewohnt hat. und der Ruf ist auch noch hin. Schrecklich!
Was die Zeitung „Heute“ nicht erwähnt ist, dass er auch in Frankreich von einer Journalistin wegen der selben Tat angeklagt wird.
Was die Zeitung „Heute“ natürlich erwähnt ist, dass unbedingt eine Reichensteuer fällig ist.

Ja, der letzte Satz des letzten Absatzes passt in dem Kontext des Absatzes – den es ist eben die Logik eines Massengratisblattls

und mir tut es weh, dass abertausende Menschen solchen Unsinn werktagtäglich lesen – und zwar freiwillig.

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Autor:

blog: weltbeobachterin.wordpress.com twitter: @weltbeob8erin

4 Kommentare zu „Gehässig

  1. ich glaub darauf würde man eine klage einheimsen – wegen Geschäftsstörung und so.
    werktags frühmorgens werde ich sogar von ZEitungsverteilern belästigt.

  2. Niemand weiß, was wirklich vorgefallen ist, denn sie hat sich bei ihren Aussagen in solche Widersprüche verstrickt, dass die Klage nicht aufrecht erhalten werden konnte und … sie hat ihn wirklich zu Fall gebracht, was Verschwörungstheoretiker sicher auf den Gedanken bringen kann, dass er bewusst aus dem „Weg“ geräumt werden sollte.

    Wichtig wäre jetzt, dass die Klage in Frankreich einen anderen Verlauf nimmt, um ihn, wenn er schuldig ist, auch als solchen zum bestrafen.

  3. ja, klar sind es Widersprüche – und darüber soll kritisch geschrieben werden. Nur dieses niveaulose Bashing und Strauss-Kahn als Lamperl dastehen lassen ist auch nicht gerade seriös – wie es diese Zeitung macht.
    Ich bin schon gespannt, wie der Prozess in Frankreich ausgehen wird.

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