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Da ist ein Loch im Budget

Ich habe wieder mal ein Lied umgedichtet. Ich habe einst „Über den „Wolken“ in einem „Eurofighterlied“ umgemodelt. Diesmal habe ich wieder ein Lied ausgewählt, das für mich untrennbar mit Reinhard Mey verbunden ist. „Da ist ein Loch in der Kanne“, das er gemeinsam mit Rainhard Fendrich im Jahr 1986 in einer zumindest für legendären Aufnahme darbringt. Ich kenne dieses Lied vor allem, das es wenn ich mich recht erinnere immer im Wurlitzer gespielt haben. Wie hat eigentlich der dunkelhaarige Moderator mit die Lockerl geheißen? Zumindest bilde ich mir ein, dass es einen gegeben hat.
Wurscht, dieses Fendrich/Mey-Duett war eines meiner Lieblingslieder.

mein umgedichtetes Lied heißt wie der Titel dieses Blogseintrag: Da ist ein Loch im Budget und die Sänger sind Bundeskanzler Faymann und Finanzminister Pröll

Da ist ein Loch im Budget, lieber Werner, lieber Werner.
Da ist ein Loch in der Kanne, lieber Werner,
ein Loch.

Dann stopf es, mei Josef, mei Josef, mei Josef.
Dann stopf es, mei Josef, mei Josef,
stopfs zua.

Und womit soll ichs stopfen, lieber Werner,
lieber Werner.
Womit dachtest du dass ichs stopfen soll, lieber Werner,
womit.

Na mit Steuern, lieber Josef, lieber Josef, lieber Josef,
Mit Steuern, lieber Reini,
stopfs mit neue Steuern.

das tun wir net haben wir versprochen, lieber Werner, lieber Werner,
woaßt eh im Woikampf, lieber Werner,
zwoatausendundocht.

(Na geh)
Dann erhöhn man sie halt, mei Josef, mei Josef, mei Josef,
dann erhöhn man, mei Josef, mei Josef,
die Steuern.

Und das tun wir auch nicht, lieber Werner, lieber Werner.
das haben wir noch gesagt, lieber Werner,
vor an Monat.

(Du hast bedenken, wie mei linkes Gewissen)
daun erhöhn ma sie trotzdem, mei Josef, mei Josef, mei Josef.
daun erhöhn ma sie trotzdem, mei Josef,
obwohls niemand will. (Du verstehst)

aber mit der Verwaltungsreform, lieber Werner, lieber Werner.
mit der Verwaltungsreform, lieber Werner,
allein geht’s leider net.

(Ja,Ja, wen sagst du das)
Ah Privilegiensteuer für Beamten, mei Josef, mei Josef, mei Josef.
das taugt der Krone, mei Josef,
und die Leut.

Daun draht ma der Neugebauer die Gurgl ab, lieber Werner,
lieber Werner.
Studiengebühren einführen, lieber Werner,
das wärs.

Na auf keinen Fall, mei Josef, mei Josef, mei Josef.
daun san di Jusos, mei Josef, mei Josef,
nu mehr gegen mi.

Nur den Mittelstand, lieber Werner,
lieber Werner.
den gesamten Mittelstand, lieber Werner,
lassn wir in Ruah.

(Des hob i ma fost gedocht)
erhöhn wir doch die Möst, mei Josef, mei Josef, mei Josef.
erhöh sie doch, mei Josef,
denk an Griechenland.

Und womit soll ich das erklären, lieber Werner, lieber Werner.
Womit soll ich das allen erklären,
womit soll ich das erklären.

Probiers mit Ökologie, mei Josef, mei Josef, mei Josef.
Mit Ökologie, mei Josef,
dann schluckens a die Grünen.

(Im Prinzip richtig. – Ja)
Und was tun wir gegen den Strache, lieber Werner, lieber Werner.
der gewinnt dann sicher, lieber Werner,
hundertpro.

Dann machen wir eine Kampagne, mei Josef, mei Josef, mei Josef.
gegen Strache, mein Finanzminister,
von der Regierung aus (dem überlassen wir die Wähler nicht).

(Werner, jetzt kommt der Überhammer! – Na geh
Da wärst du nie drauf gekommen! – Wos)

Die Kampagne wird Geld kosten, lieber Werner, lieber Werner.
und da ist ein Loch im Budget, lieber Werner,
ein Loch.

Wie es aussah, als der Finanzminister seine Sparpläne den Ministern vorstellte, wird hier bei den SPAR-tanischen Verse, von Helmut Schliesselberger fündig.

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Autor:

blog: weltbeobachterin.wordpress.com twitter: @weltbeob8erin

6 Kommentare zu „Da ist ein Loch im Budget

  1. Ein reales Lied jetzt setzt Dich mit der Gitarre hin sinst es und stellst es ins Youtube und in zwei Wochen sehen wir Dich bei Meischberger zur politischen Diskussion, grins.

    Bin nur mal gespannt wie das riesen Loch gestopft werden soll, wo sie es nicht einmal fertig gebracht haben in den guten Zeiten zu sparen.

    Von den wo dieses riesen Loch jetzt verursachen zahlt sicher keiner die verdienen dann das dritte mal an der Geschichte.

  2. Kleine Kritik: Beide Versionen gehen davon aus das Geld einen verhältnismäßig stabilen Wert hat. Geld ist aber handelbar und hat einen schwankenden Marktpreis. Dieser Umstand könnte Werner und Josef helfen doch noch klar zu kommen.

    1. na hoffentlich, oder sie stürzt die beiden in einer größeren Krise. Ehrlich gesagt, mich stört es wieviel wir ausgeben für die Zinsen unserer Staatsschulden. Indem Sinn finde ich ein Nulldefizit erstrebenswert, weil man nicht ständig auf Pump leben kann.

      1. Die Frage ist ja: Weshalb arbeiten wir für bunte Papiere?
        Weshalb können wir dafür etwas kaufen? Die Währung ist längst nicht mehr durch einen Gegenwert (etwa in Edelmetallen) gedeckt. Das ist in Europa schon mit dem 1. Weltkrieg vorbei gewesen. Amerika folgte in den 60ern.

        Es gibt zwei Gründe: Zum einen funktioniert die Wirtschaft nicht ohne ein allgemein akzeptiertes Tauschmittel. Zum anderen spiegelt die Währung den Marktwert eines Landes oder einer Region (Europa) wider. Währung ist heute also eine Art Aktie und wenn sich die Märkte bewegen kann die Politik ganz schnell am Ende sein. Siehe dieses Beispiel:
        http://de.wikipedia.org/wiki/Pfundkrise

        Schuldenabbau? Nulldefizit? – das sind Träumerein. in Bezug auf Europa kann man vielleicht sagen: Man muß den Stier reiten und endlich begreifen das jede nationale Politik nur den Spekulanten in die Hand spielt.

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